Coronakrise

Bundesregierung beschließt Finanzhilfen für Ausbildungsbetriebe

Betriebe, die ausbilden, erhalten jetzt eine Ausbildungsprämie vom Staat. Und wer wegen der Coronakrise gerade nicht ausbilden kann, kann seine Lehrlinge vorübergehend woanders unterbringen.

Eckpunkte für ein Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ hat das Bundeskabinett am vergangenen Mittwoch beschlossen. Danach sollen Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau stabil halten oder ausbauen, Ausbildungsprämien erhalten.

Kleine und mittlere Unternehmen, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen Unternehmen übernehmen, sollen eine Übernahmeprämie für jeden aufgenommenen Auszubildenden bekommen.

Darüber hinaus ist eine Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung geplant. Damit soll es Auszubildenden aus kleinen und mittleren Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, ermöglicht werden, ihre Ausbildung temporär in einem anderen Betrieb oder einer überbetrieblichen Berufsbildungsstätte weiterzuführen.

Vorgesehen ist schließlich eine Förderung für Unternehmen, die stark von Kurzarbeit betroffen sind, ihre Auszubildenden und das Ausbildungspersonal aber nicht in Kurzarbeit schicken.

Lob vom Gartenbauverband

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) begrüßte den Kabinettsbeschluss und forderte eine schnelle Umsetzung, um den Betrieben Planungssicherheit zu verschaffen. Angesichts des anhaltenden Fachkräftebedarfs und der nötigen Nachwuchsförderung plädiert der Verband dafür, die Förderung der betrieblichen Verbund- oder Auftragsausbildung dauerhaft zu gewähren.

„Ausbilden in der Krise ist nicht einfach, denn das bringt eine finanzielle und zeitliche Belastung für die Betriebe mit sich“, erklärte ZVG-Generalsekretär Betram Fleischer. Die Unterstützung der Ausbildungsbetriebe, die ihr Ausbildungsplatzangebot während der Pandemie aufrechterhalten oder sogar erhöht hätten, sei daher ein wichtiges Signal.

Positiv sei auch die Übernahmeprämie für Betriebe, die zusätzlich Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen. Bei den anstehenden Beschlüssen müsse aber sichergestellt sein, dass alle Berufe in der dualen Ausbildung davon profitierten, betonte Fleischer. In der Vergangenheit seien der Gartenbau und der Agrarbereich bei den notwendigen Formulierungen leider oft vergessen worden.


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