Bundesregierung einigt sich auf neue Düngeverordnung Plus

Die Düngeverordnung soll im Großen und Ganzen in der bisher diskutierten Form kommen. Nur zwei Ausnahmen von den Regeln in den roten Gebieten bleiben bisher noch unter Verschluss.

Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) haben sich auf gemeinsame Regeln zur Düngeverordnung geeinigt. Das bestätigten beide Ministerien am Mittwoch gegenüber top agrar. Der Vorschlag soll noch am Donnerstag an die EU-Kommission nach Brüssel verschickt werden und danach veröffentlicht werden. Die Einigung entspricht im Großen und Ganzen den Maßnahmen, die in den vergangenen Wochen und Monaten diskutiert wurden. Nicht öffentlich sind nur noch zwei Details. Erstens, welche Ausnahmen vom Düngeverbot im Herbst in den roten Gebieten es für Zwischenfrüchte und Raps geben wird. Zweitens, welche Ausnahme vom 20% Abschlag bei der Düngung in den roten Gebieten es für konventionelle...

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Kanzlerin Merkel mischt sich in das Gerangel zwischen Agrarministerin Klöckner und Umweltministerin Schulze ein. Sie fordert, bei Düngeverordnung und Insektenschutz zu handeln.

Der Bauernverband und die Ökoverbände versuchen auf den letzen Metern zur Düngeverordnung Details zu beeinflussen. Es gibt Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten.

Die Bundesregierung will nach dem Düngegipfel nun kurzfristig die noch verbliebenen offenen Punkte klären. Das Kanzleramt brauche man dazu nicht.


Diskussionen zum Artikel

von Klaus Fiederling

Ein reinigendes Gewitter nicht nur in den Bauernköpfen, damit alle wieder klare Luft atmen können

Wir Bauern alle -insbesondere aber eine künftige Positionierung unserer berufsständischen Vertretung- muss sich von der realitätsfernen Vorstellung endlich verabschieden, ausschließlich Maximalerträge erzielen zu wollen bei Erfüllung höchster Qualitätsstandards. Mit eben diesen ... mehr anzeigen

von Ernst Dieter Boos-Siepmann

Gülle doch nicht böse?

Mich würde nun mal interessieren, wie es zu der Differenzierung rein organische Düngung und organisch/mineralische Düngung kommt. Ist Gülle nun doch nicht böse, dafür aber der Mineraldünger? Oder wie oder was?

von Dr. Willi Billau

Stellungnahme des RBV Starkenburg zur geplanten Novelle der Düngeverordnung:

Seit mehr als 10 Jahren drängen wir auf eine Ursachenanalyse belasteter Brunnen. Diese wurde uns stets verwehrt. Nicht jeder belastete Brunnen ist von der Landwirtschaft verursacht und nicht immer in vollem Umfang. Es ist unstrittig, dass im Ried, vor allem bei intensivem Anbau ... mehr anzeigen

von Hermann Kamm

Komisch laut DÜV ,

die mehr als 170 Kg/N je ha aus organischen Stickstoff düngen gilt die 20% Regelung in den roten Gebieten??? Was für ein Wiederspruch? laut DÜV ist es verboten mehr als 170Kg/N je ha aus organischen Stickstoff auszubringen. Fazit, gilt in den roten Gebieten die 20% Regelung nicht.???? ... mehr anzeigen

Anmerkung der Redaktion

Betriebe, die ausschließlich organisch düngen und unter 170 kg N/ha im Durchschnitt bleiben, betrifft die 20% Regel nicht. Für die Betriebe, die zusätzlich mineralisch düngen, gilt eine andere Grenze, die die Bundesregierung noch nicht verrät. Im Gespräch waren 140 kg N/ha oder 150 kg N/ha. Heute Nachmittag soll es die Gewissheit geben.

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