Digitalklausur in Meseberg

Bundesregierung will Funklöcher über den Äckern schließen

Mit der Mobilfunkstrategie der Bundesregierung soll auch die Digitalisierung der Landwirtschaft vorankommen. Lokale Netze sollen die Lücken über landwirtschaftlichen Flächen schließen.

Bei ihrer Digitalklausur auf Schloss Meseberg hat das Bundeskabinett am Montag seine Mobilfunkstrategie beschlossen. Diese hat eine stabile flächendeckende Mobilfunkversorgung aller Haushalte, Gewerbegebiete, Verkehrswege sowie landwirtschaftlich genutzten Flächen zum Ziel. Die ländlichen Räume würden damit endlich die Versorgung erfahren, die in Städten schon lange üblich sei, betonten der Bundesminister für digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, und Landwirtschaft, Julia Klöckner, in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Klöckner kündigt Förderprogramm für Landwirte an

Klöckner kündigte ein ergänzendes Förderprogramm an, mit dem sie für land- und forstwirtschaftliche Flächen den Aufbau einer lückenlosen digitalen Infrastruktur schaffen will. 60 Mio. € stünden dafür in den kommenden fünf Jahren zur Verfügung, heißt es im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL). „Ein Deutschland der zwei Mobilfunkgeschwindigkeiten muss der Vergangenheit angehören“, sagte Klöckner. Um weiße Flecken nach konkretem Bedarf der Landwirte zu beseitigen, würden leistungsstarke Frequenzen für eigene, lokale Netze bereitgestellt. „Ein Förderprogramm wird die Betriebe in die Lage versetzen, diese lokalen Frequenzen zur Etablierung von Präzisionslandwirtschaft auf ihren Betrieben zu nutzen“, versprach Klöckner weiter.

Scheuer verspricht 5G-Netzwerke auf Ackerflächen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer betonte die Bedeutung der Mobilfunkstrategie der Bundesregierung für den ländlichen Raum: „Wir wollen sicherstellen, dass künftig in allen Haushalten sowie auf Straßen und im ländlichen Raum mobil telefoniert werden kann“, sagte er. Die Landwirte würden darin unterstützt, 5G-Netzwerke auf ihren Ackerflächen aufzubauen, so Scheuer weiter.

Lokale Netze sollen Fläche anschließen

Online zu verarbeitende Daten nehmen in der Landwirtschaft bereits jetzt stark zu. Auf Grund der gestiegenen Anforderungen von innovativen Technologien ist die Kapazität eines LTE/4G-Netzes notwendig. Um cloudbasierte Anwendungen, Drohnenflüge, Feldroboter und autonomen Maschinen, I-Anwendungen und Blockchain zu nutzen, bedarf es der Bereitstellung von Konnektivität in der Fläche, heißt es im BMEL. Neben einer Realisierung von Konnektivität über öffentliche Mobilfunknetze gibt es auch die Möglichkeit, nutzerspezifische Konnektivität (4G/5G) unabhängig von den öffentlichen Netzen als lokales nicht-öffentliches Netz zu realisieren, betont das BMEL weiter. Diese könnten in der Landwirtschaft als „ad hoc-Netze“ eingesetzt und bedarfsgerecht zugeschnitten werden.

Die Redaktion empfiehlt

Wieso vertraut die Gesellschaft der Landwirtschaft nicht mehr – dem einzelnen Landwirt aber schon? Kann die Digitalisierung helfen, fehlendes Vertrauen zurück zu gewinnen? Ein Gastbeitrag.

Das Bundeskabinett hat Eckpunkte zur geplanten Mobilfunkstrategie beschlossen. Ein Maßnahmen-Mix soll eine flächendeckende 4G-Versorung sichern. Zudem gibt es eine Kommunikationsoffensive zu 5G.

Nach Einschätzung des CNH-Chefs sehen wir heute die größte Landtechnik auf den Feldern. In Zukunft werden die Maschinen kleiner, smarter und autonomer.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

Schreiben Sie Stefanie Awater-Esper eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von thies Kruse

5 G Wo bleibt der Insektenschutz?

5 G Flächendeckend. Ein Geschenk an die Landwirte, und den ländlichen Raum? Der Stand der Wissenschaft ist, das auch nicht ionisierende( den Körper aufheizende) Strahlung aus Frequenzen den Organismus von Mensch Tier und Insekt schädigt. Gerade ist eine Petition von 400 Wissenschaftlern, und vielen tausend Bürgern Unterschrieben, von Politik ignoriert worden zu dem Thema. In Italien und der Schweiz vergeht kein Tag ohne Veranstaltung, die 5 G mißtrauisch in Frage stellen. Die EU bittet um Überprüfung und anschließende Absenkung der Grenzwerte seit 2000. Seit über 10 Jahren werden auch in Deutschland Petitionen von Bürgern an die Landesregierungen und das Bundesamt für Strahlenschutz geschickt. Mit den Worten "bei einhaltung der Grenzwerte sind uns keine Schäden bekannt, die auf Ionisierte Strahlung zurückzuführen wären, bei Mensch und Tier. Trotz der Forschungsergebnissse, die Auswirkungen aufzeigen, streitet das Ministerium "Schäden durch nichtionisierende Stahlung sind nicht bekannt bei einhaltung der Grenzwerte"ab. Kein Wort zu Strahlungen in 65 Seiten Maßnahmenkatalog von Frau Schulze zur Rettung der Insekten. Kein Wort zum Schutz der Insekten in der AGenda Digitale Ziele für die Ratspräsidentschaft 2020. Das einzige Ziel ist "Schutz der Menschen" Seit 20 Jahren verstärken sich die Frequenzen bundesweit, weltweit. Seit 20 Jahren reduzieren sich die Insekten, Vogelpopulationen, weltweit. Die Dänischen Landwirte erkennen, das die Insektenstudien in Deutschland falsch gedeutet werden. Wer das genauer ergründen will, braucht nur "Werner Schleupen 2019 wird die Krefelsstudie richtig interpretiert"? Bauer Willi, Stellungnahme Herr Herwig Scholz ca 10 März 2019 und "Ulrich Warnke, Bienen, Vögel, Menschen" Googeln. Wann wachen die Behörden auf, machen ihren Job. Wissenschaftler sagen, sollte diese massive Beweislage für Schäden an Lebewesen bei Pflanzenschutzmittel: wie könnte Krebs auslösen, Könnte das Leben der Insekten beeinflussen, löst keinen Krebs aus aber läßt Geschwüre unter Umständen schneller wachsen, wäre das Planzenschutzmittel schon lange vom Markt genommen worden. Zur Zeit wrden von staatlicher Seite Milliarden in einen Markt gepumpt für neue Maßten usw. , ohne Nachweis das der Verdacht der Insektenschädigung überhaupt Untersucht wird, Geschweige der ausgeräumt ist. Wer sich genauer Informieren will, kann das bei der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch Umwelt und Demokeatie machen. Sämmtliche Artikel und Beiträge sind mit umfassenden Quellennachweisen aus wissenschaftlichen Veröffenlichungen unterlegt.

von Frank Groenewold

Sollen man ihre Funklöcher im Kopf schließen

von Wilhelm Grimm

5G und

eine Agrarpolitik, die eine Rückwärrtswende in das vorige Jahrtausend anstrebt, wie soll das denn gehen. Sie haben keine Strategie für die nächsten Jahre.

von Gerd Uken

Ein EU Land hat allerdings

Denn5 G Ausbau wegen vermeintlicher Strahlung schon malgestoppt

von Hans Spießl

ja 5G nicht schlecht

damit kann die Landwirtschaft Insektizide einsparen

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen