Bundesweit einheitliches Wolfsmanagement

Die Umsetzung eines bundesweit abgestimmten Wolfsmanagements ist in Arbeit. Das erklärt die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zur "Wolfspolitik" des Bundes. Grundlage sei dafür unter anderem ein am 26.

Angela Merkel (Bildquelle: Bundesregierung)

Die Umsetzung eines bundesweit abgestimmten Wolfsmanagements ist in Arbeit. Das erklärt die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zur "Wolfspolitik" des Bundes.

Grundlage sei dafür unter anderem ein am 26. Juni im Bundestag beschlossener Koalitionsantrag, der die Bundesregierung unter anderem auffordert, die Arbeit der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) über den Herbst 2018 hinaus zu verstetigen und Perspektiven zu entwickeln, wie Weidetierhalter, Jäger und Landwirte darin einbezogen werden können, um deren Standpunkte zu berücksichtigten.

Die Regierung soll zudem eine bessere Unterstützung der Wanderschäfer prüfen. Darüber hinaus sollen die für Nutztierhalter entstehenden Kosten für Schutzmaßnahmen sowie die durch übergriffige Wölfe verursachten Schäden im Tierbestand von den Landesbehörden schnell und unbürokratisch ausgeglichen werden können. Ebenso soll die Regierung prüfen, ob ein generelles Fütterungsverbot von Wölfen hilfreich wäre, um die Entwicklung von Einzeltieren zu für Mensch und Nutztier gefährlichen Wölfen zu vermeiden. Auch die Auswirkung der Rückkehr des Wolfes auf die Wildtierbestände soll untersucht werden.

In der Antwort heißt zudem, dass sich die Bundesregierung aus ökologischen, kulturellen und sozialen Gründen sowie zum Erhalt der Artenvielfalt und Kulturlandschaft für die Weidetierhaltung einsetzt. Es lägen aber keine statistisch gesicherten Informationen über einen Rückgang der Weide- beziehungsweise Freilandhaltung aufgrund der Ausbreitung des Wolfes vor. Jedoch seien Fälle bekannt, in denen zumeist im Nebenerwerb- sowie Hobbybereich die Schafhaltung aufgegeben worden sei.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

Ein Erwerbsschäfer kann nicht schnell aufhören

Die paar Hobbyhalter und Nebenerwerbsschäfer sind mit ihren wenigen Tieren wahrscheinlich nur "Peanuts" in der Statistik. Die großen Betriebe werden erst mal weiter machen müssen.

von Gerhard Steffek

Ist doch schon wieder ein Witz!

"Es lägen aber keine statistisch gesicherten Informationen über einen Rückgang der Weide- beziehungsweise Freilandhaltung aufgrund der Ausbreitung des Wolfes vor. Jedoch seien Fälle bekannt, in denen zumeist im Nebenerwerb- sowie Hobbybereich die Schafhaltung aufgegeben worden sei". Diese Sätze sind doch widersprüchlich genug, oder? Wozu brauche ich da noch statistisch gesicherte Informationen? Bei Lawalde in der Lausitz gab es seit über 100 Jahren einen Bestand an Mufflonschafen, 150 Tiere, jetzt seit dem Auftreten des Wolfes sind es nur noch 10. Ebenso wie in den Abruzzen. Dort wanderte die Bevölkerung ab und dafür wurden Mufflons ausgewildert. Funktionierte prächtig - bis der Wolf kam. Seitdem ist keines mehr da. In DE sehe ich ein besonderes Problem bei der Großen Trappe. Europas größter flugfähiger Vogel, der bei uns auch nur noch in einem kleinen Bestand vorhanden ist. Wenn da der Wolf drüberkommt, dann ist da schnell Schluß mit lustig.

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