Biodiversität

CDU arbeitet bundesweites Insektenschutzprogramm aus Premium

Der CDU-Bundesvorstand reagiert auf das bayerische Volksbegehren Artenvielfalt. Bundesagrarministerin und Partei-Vize Julia Klöckner hat ein eigenes Papier zum Insektenschutz verfasst, das top agrar vorliegt. Es nimmt neben der Landwirtschaft auch Gärten, die Beleuchtung sowie den Flächenverbrauch in den Blick.

Klöckner hat zu Beginn der Woche ein eigenes Papier zum Insektenschutz in den CDU-Bundesvorstand eingebracht. Es soll nun vom CDU Bundesfachausschuss Umwelt und Landwirtschaft weiterentwickelt werden. Dieser trifft sich dazu am 18. März das nächste Mal. Artenschutz gehe nur mit und nicht gegen die Landwirtschaft, teilte Klöckner dazu auf Twitter mit. In dem Papier, das top agrar vorliegt, wird ausdrücklich das Volksbegehren Artenvielfalt aus Bayern angesprochen. Dieses habe gezeigt, dass für immer mehr Menschen der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Thema sei, heißt es im ersten Absatz.

Verbot für Neonikotinoide EU-weit durchsetzen

Als bereits laufende Aktivitäten hebt die CDU das im Koalitionsvertrag vereinbarte Aktionsprogramm Insektenschutz und die Ackerbaustrategie hervor. Außerdem verweist sie auf das Anwendungsverbot für drei Wirkstoffe der Neonikotinoide im Freiland. „Deutschland hat aktiv am EU-Verbot mitgewirkt und setzt sich nun dafür ein, dass das Verbot in allen Mitgliedstaaten wirksam durchgesetzt wird“, heißt es in dem Papier. Als weitere Anstrengungen für den Insektenschutz listet die CDU folgende Punkte auf:

  • Die Errichtung eines wissenschaftlichen Monitoring Zentrums zur Biodiversität, um die...

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Heinrich Schrimpf

Was macht krank ?

Krebserregend ist in den letzten Wochen und Monaten vor allem die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen TV-Kanäle. Wer da als Landwirt kein Magengeschwür bekommt, der muss schon kerngesund sein. Wieso bezahle wir eigentlich noch Rundfunkgebühren ? Wer gibt schon einem Geld, der einem fast täglich aufs Neue wieder eine Kopfnuss verpasst ?

von Rudolf Rößle

Gestern

kam in dem öffentlich rechtlichen Rundfunk bei uns die Aussage in den stündlichen Nachrichten, dass Rindfleisch und Milchprodukte krebserregend sein sollen. Dass so ein Müll von Wissenschaftlern veröffentlicht wird ist unglaublich.

von Renke Renken

Und dann , liebe Politiker

dann macht doch mal ernst mit dem Verbrauch von Flächen - das ist ein Thema, da kommt die letzten 20 Jahre auch nur heiße Luft. Da müssen Gewerbegebiete und Wohngebiete ausgewiesen werden, die Wirtschaft muß vorangebracht werden, weil sonst das Steueraufkommen sinken könnte, und dann kann der Proporz von Verwaltung gar nicht mehr bezahlt werden. Übrigens, die wollen 6 % mehr Lohn, das Geld muß auch noch her . Straßen müssen auch noch gebaut werden , damit noch mehr Wachstum möglich ist. Tja, liebe Politiker, ob grün, rot oder sonstwas, ob Minister für Umwelt, Finanzen oder Wirtschaft: Auf geht´s, packt es an , es wartet viel Arbeit auf euch! Bin gespannt auf´s Ergebnis, washrscheinlich blubbern die in 20 Jahren immer noch im Kreis herum , und wir brauchen immer noch 70 ha Bauerland pro Tag, ach ja und das Klima muß nebenbei auch noch gerettet werden, ich glaube, in einem runden Raum in die Ecke sch....... ist einfacher.

von Renke Renken

Weil man in den letzten 20 Jahre

in der Politik komplett den gesunden Menschenverstand ausgeschaltet hat und wir überwiegend von "ich hab irgendetwas studiert" Menschen regiert werden, deshalb geht jetzt so langsam alles den Bach runter, und ich habe die Befürchtung, wir wollen es mit gewalt ausprobieren, wie es ohne Bauern im Lande ist. Das kann sich der gemeine Städter nicht vorstellen, wie die Landschaft aussieht, wenn sie mal nicht mehr bewirtschaftet wird. Aber solange wir unsere Lebensweise nicht grundsätzlich ändern, werden alle Gestze und Vorschriften die Insekten auch nicht zurückholen.

von Renke Renken

hoffentlich vergißt sie nicht

auch den Autoverkehr zu regeln, wenn 50% weniger Insekten an den Windschutzscheiben kleben bleiben, bringt das eine gigantische Menge Insektenschutz. Aber so wie´s aussieht, müssen die Bauern wohl wieder herhalten für diesen blinden Aktionismus unserer Politiker.

von Christian Bothe

Insekten...

Nix weiter wie ein Kampf um die Vorherrschaft zwischen Klöckner und Schulze.Muss man eigentlich jedes Volksbegehren ernst nehmen,zumal es dazu noch unterschiedliche wissenschaftliche Aussagen gibt? Unsere Bauern warten schon sehnsüchtig auf neue Regularien für die Bewirtschaftung ihrer Betriebe...

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