Tierwohl

CDU-Fraktion rückt von Klöckners Tierwohlkennzeichen ab Premium

Die CDU-Fraktion will das freiwillige Tierwohllabel fallen lassen. Stattdessen will sie eine EU-weit verpflichtende Haltungskennzeichnung und eine nationale Herkunftskennzeichnung erreichen.

Nach der SPD-Fraktion kündigt auch die CDU-Fraktion im Bundestag die Gefolgschaft für Klöckners Gesetzentwurf für ein freiwilliges staatliches Tierwohlkennzeichen auf. „Wenn wir ein Label haben, das nur freiwillig ist, hilft das nicht weiter“, sagte die neue CDU Vize-Parteichefin und Bundestagsabgeordnete Silvia Breher am Donnerstagabend bei der top agrar Veranstaltung „Landwirtschaft im Dialog“ in Berlin. Die CDU-Fraktion wolle auf Dauer eine auf EU-Ebene verpflichtende Herkunftskennzeichnung erreichen, so Breher weiter.

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Landwirtschaft im Dialog

Wer bezahlt am Ende für mehr Tierwohl?

vor von Marcus Arden

Landwirte, Schlachter und Lebensmittelhändler haben nichts gegen mehr Tierwohl. Die Kernfrage lautet aber: Wer bezahlt am Ende dafür?

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerd Uken

Wenn das als Gesamtpaket zu sehen

Wäre bedeutet es ja das aus fürs Agrarpaket-dieses ganze Hick hack ist schon zum...... irgendwie haben wir da ne Fehlbesetzung- Die verarbeitende Industrie macht das ganz geschickt. Hier ein bisschen Premium und ein zwei Cent mehr und schon läuft das und nach einem Jahr ist das dann Standard u. der Mehrerlös ist weg! Holland ist das bestecBeispiel und Arla auch....

von Karl-Heinz Mohrmann

Wenn das so kommt sollte Frau Klöckner zurücktreten.

von Willy Toft

Es ist leider so, man kann es noch so gut machen, es wird nie bezahlt!

Das ist doch frustrierend, aber so funktioniert der Markt zurzeit! Es kommen sowieso neue Vorgaben, in Punkto Platzbedarf ectr. Deshalb bleibt hier eine angemessene Bezahlung aus!

von Jürgen Greiner

Finanzierung von mehr Tierwohl durch den LEH

Ein Tierwohllebel auf freiwilliger Basis würde dazu führen, dass in kurzer Zeit nur Fleisch mit dem höchsten Label vom LEH mit unveränderten Preisen akzeptiert würde. Einheimisches Fleisch würde aus den Regalen verschwinden und viele Bauern zur Aufgabe zwingen. Wir können nicht von heute auf morgen mehr Tierwohl schaffen. Dazu ist viel mehr Zeit erforderlich als zum Einschalten des Lichts. Für den Bau neuer Ställe sind Jahre erforderlich. Der Lebensmitteleinzelhandel müsste mindestens die Zusatzkosten für mehr Tierwohl übernehmen. Mit der Einführung eines Tierwohlabels müsste gleichzeitig die Wettbewerbsgesetzgebung geändert werden. Dem Handel müsste verboten werden, Fleisch und andere hochwertige Nahrungsmittel unterhalb der nachhaltigen durchschnittlichen Kosten (einschließlich höherer Tierwohlkosten) einschließlich fairer Gewinnaufschläge innerhalb der Prozessskette zu verkaufen. Alternativ könnte über Tierwohlumlagen mehr Tierwohl in der Landwirtschaft finanziert werden.

von Bernhard Randler

Höchste Zeit dass was passiert

Landwirtschaftsminister Schmidt wollte zur damaligen Grünen Woche das staatliche Tierwohl einführen. Was er dann noch bis Ostern darauf geschafft hat war ein Label zu enthüllen. Seither ging es nur noch hin und her. Mensch setzt Euch endlich mit dem LEH an einen Tisch macht gemeinsam was praxistaugliches auf Grundlage des ITW und gut ist.

von Christian Bothe

Tierwohl

Es gibt bereits ein Label, das ITW!!!Alles andere kommt zu spät verunsichert den Verbraucher, ist Beschäftigungstherapie und kostet nur Geld.Regionale HKZ gibt‘s in Thüringen seit den 90er Jahren!Mittlerweile arbeitet der LEH mit einer Herkunftskennzeichnung.Was soll das also?Haben wir in der LW und Tierproduktion nicht andere Sorgen?

von Hans-Peter Mahler

Aus für Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ?

Hoffentlich bedeutet das auch das aus für Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner Ich glaube ihr nicht das sie am Dienstag die Sorgen und Nöte der Landwirtschaft verstehen wollte, sie klebt an ihren gut dotierten Stuhl und sieht ihr Amt als Sprungbrett für ihre weitere Karriere. Die Landwirtschaft ist ihr dabei egal, da kann man noch so viel von "Ehrlichkeit" sprechen. Von der NABU Marionette Svenja Schulze will ich lieber gar nicht reden!

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