Connemann begrüßt Geflügelabkommen mit China als Befreiungsschlag

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann, hält Chinas Marktöffnung für einen Befreiungsschlag für den Geflügelsektor. Die Veterinärverhandlungen müssten nun zügig abgeschlossen werden, forderte sie. Die Land- und Ernährungswirtschaft seien auf einen freien Handel angewiesen.

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann, hat ein Plädoyer für den Agrarexport und den Freihandel abgegeben. (Bildquelle: CDU)

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann, hält Chinas Marktöffnung für einen Befreiungsschlag für den Geflügelsektor. Die Veterinärverhandlungen dafür müssten nun zügig abgeschlossen werden, forderte sie. Die Land- und Ernährungswirtschaft seien auf einen freien Handel angewiesen.

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann, hat sich erfreut über die zu Beginn der Woche getroffenen Handelsvereinbarungen mit China geäußert. Die Wiederöffnung des chinesischen Marktes für deutsche Geflügelexporte sei ein „Befreiungsschlag“, sagte Connemann. Produkte, die nach China importiert würden, würden in Deutschland oftmals nicht verzehrt und seien dort aber heißbegehrt, argumentierte Connemann weiter. Sie hält die Exporte daher auch für einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. „Wenn der Bedarf nicht aus Europa gedeckt würde, müssten in China entsprechend größere Mengen produziert werden – mit der entsprechenden Inanspruchnahme von Wasser, Energie und Klima“, sagte sie.

China hatte bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen Anfang der Woche in Berlin bekannt gegeben, dass es seinen Markt für Geflügel aus Deutschland wieder öffnen werde. Seit 2006 hatte die chinesische Hauptadministration auf Grund des Auftretens der Vogelgrippe einen Importstopp verhängt. Dieser soll nun aufgehoben werden. Dafür müssen jetzt allerdings noch die notwendigen Veterinärverhandlungen abgeschlossen werden. Connemann forderte dabei nun „zügig“ voran zu kommen.

Connemann gab auch ein generelles Bekenntnis für den Agrarexport aus Deutschland ab. „Deutschland ist der drittgrößte Agrarexporteur weltweit. Die Landwirtschaft erlöst jeden vierten Euro durch den Export, die Ernährungswirtschaft nahezu jeden dritten. Gerade dem asiatischen Markt kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu“, sagte sie. Die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft sei darauf angewiesen, sich auf dem globalen Weltmarkt auszurichten. „Um die Wirtschaftskraft der ländlichen Räume zu erhalten, müssen bestehende Arbeitsplätze gesichert und zur Schaffung neuer beigetragen werden“, sagte Connemann.

Gemeinsam mit der Bundesregierung trete die Unionsfraktion auch weiterhin für die Erschließung neuer Absatzmärkte für qualitativ hochwertige Produkte der Land- und Ernährungswirtschaft aus Deutschland ein, versicherte Connemann. Davon profitieren aus ihrer Sicht insbesondere die überwiegend klein- und mittelständisch geprägten Betriebe, die vorrangig im ländlichen Raum angesiedelt sind.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

Schreiben Sie Stefanie Awater-Esper eine Nachricht

Die Redaktion empfiehlt

Der chinesische Agrarminister Han Changfu hat in Berlin zugesagt, dass China den Markt für Geflügel aus Deutschland wieder öffnet. Für den Fall eines Ausbruches der Afrikanischen Schweinepest ...

ASP-Impfstoff für Wildschweine?

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Bernhard ten Veen

irgendwas läuft falsch...

Wir produzieren auf Teufel komm raus und im Völligen Überfluss nur um Exportieren zu können. Wir Landwirte müssen bei diesen Billigpreisen ständig unser einkommen bei Finanzdienstleistern Co-Finanzieren und dorthin wo unser Exportgut abgeschwemmt wird, kommen die Heimischen Bauern auch nicht auf einen grünen Zweig, weil die Billigimportwaren ihnen die Preise für Ihre Einheimischen Waren kaputt machen. Auf welchem Mond leben unsere Politiker eigendlich?

von Harald Finzel

Der Selbstversorgungsgrad mit Geflügelfleisch lag 2017 in Deutschland bei 99,2% (nach einem Rekordwert von 112,2% im Jahr 2014). Wenn der deutsche Michel zu seinem Hähnchenfilet jährlich nicht nur rund 24 Chicken Wings, sondern auch rund 24 Hähnchenfüße und 12 Hälse isst, können wir uns rein rechnerisch den Import von Hähnchenbrust sparen.

von Steffen Hinrichs

Es werden mehr Agrarprodukte importiert als exportiert

Worin besteht die Nachhaltigkeit Mio.to Futter aus anderen Kontinenten zu importieren ,Exkremente über lange Wege in Ackerregionen zu schaffen und dann fertige Produkte wieder in aller Welt zu verramschen !? Außerdem ,wie sollten mittlere und kleine Beriebe mehr davon profitieren als industrielle ??

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen