Copa Cogega und IBMA vereinbaren Zusammenarbeit im biologischen Pflanzenschutz

Der europäische Handelsverband der Hersteller von biologischen Pflanzenschutzmitteln (IBMA) und der europäische Dachverband der Landwirte und Genossenschaftsunternehmen (Copa Cogeca) verlängern ihre Zusammenarbeit für die Einführung von biologischen Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft.

IBMA-Exekutiv-Direktor David Cary (links im Bild) fordert beschleunigte europäische Gesetzgebungsverfahren, um biologische Pflanzenschutzmittel schneller markt- und anwendungsreif zu machen. (Bildquelle: Copa Cogeca/Simovic)

Der europäische Handelsverband der Hersteller von biologischen Pflanzenschutzmitteln (IBMA) und der europäische Dachverband der Landwirte und Genossenschaftsunternehmen (Copa Cogeca) verlängern ihre Zusammenarbeit für die Einführung von biologischen Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft. In Brüssel stellten sie diese Woche einen Fahrplan für ihre Prioritäten auf europäischer Ebene für den Zeitraum von 2018 bis 2025 vor.
 
„Vor allem die mittelständischen Hersteller aus dem Sektor des biologischen Pflanzenschutzes stoßen beim Versuch der Markteinführung ihrer Produkte oft auf Hindernisse, weil die Kontrollverfahren anormal lang sind. Dies führt zu einer nur schleppenden Übernahme verfügbarer Lösungen durch die Landwirte“, sagte IBMA-Exekutivdirektor David Cary auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Copa Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen.
 

copa cogeca (Bildquelle: copa cogeca)

Bereits im Jahre 2014 hatten IBMA und Copa Cogeca eine strategische Partnerschaft vereinbart, um den europäischen Landwirten schneller wirksame biologische Pflanzenschutzlösungen an die Hand zu geben und zu gewährleisten, dass Lösungen des biologischen Pflanzenschutzes ohne unnötige Verzögerungen in der Praxis umgesetzt werden können.
 
Im Lichte der bisherigen Erfahrungen mit den europäischen Gesetzgebern und der Anwendungspraxis in den Mitgliedstaaten haben die beiden Organisationen sich für die kommenden Jahre bis 2025 auf einen Fahrplan in vier Schwerpunkten geeinigt.
 
Pesonen: „Praxistaugliche Lösungen für biologischen Pflanzenschutz auf den Weg bringen“
Zum einen soll mit der „Plattform 1“ im Bereich „geringfügigen Verwendungen und Sonderkulturen“ schneller als bisher praktikable Lösungen auf EU-Ebene erzielt werden. „Höchste Priorität haben nichtchemische Pflanzenschutzlösungen inklusive biologischem Pflanzenschutz“, erklärte Luc Peteers, Vorsitzender der Pflanzenschutzmittel-Arbeitsgruppe bei Copa Cogeca.
 

ibma (Bildquelle: ibma)

Mit der 2. Plattform soll ein gezielter Informationsaustausch auf EU-Ebene zwischen Wissenschaft, Landwirtschaftsverbänden und Anwendern zum Beispiel im Bereich von Schädlings- und Krankheitsmanagementsystemen, Präventionsprogrammen und der Bestimmung regionaler Variationen unterstützt werden.
 
Des Weiteren wollen IBMA und Copa Cogeca darauf hinwirken bei der Erarbeitung von Durchführungsverordnungen für Wirkstoffe mit geringem Risiko, Produkte künftig schneller marktreif zu machen.
 
Copeca Cogeca und IBMA wollen sich auf europäischer Ebene gemeinsam mit einer vierten Priorität dafür stark machen, dass das Inverkehrbringen und die Anwendung biologischer Pflanzenschutzlösungen stärker im Verhältnis zu ihren Risiken für Umwelt und menschliche Gesundheit bewertet werden.
 
“Die europäischen Gesetzesregelungen müssen künftig stärker auf die Bedürfnisse der europäischen Erzeuger biologischer Pflanzenschutzlösungen zugeschnitten und den Landwirten schneller zugänglich gemacht werden“, so Copa-Cogeca Generalsekretär Pesonen.
 

Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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