Hamsterkäufe

Corona: Lebensmittelverkauf boomt – keine Engpässe zu befürchten

Die Bundesregierung bittet die Verbraucher, mit Bedacht einzukaufen und nicht zu hamstern. Die Versorgung sei gesichert, die Einräumer und Lieferanten müssten nur die Chance haben, aufzufüllen.

Aufgrund der Corona-Krise kaufen die Deutschen aktuell massenhaft Lebensmittel. Nach Anhaben des Handels ist der Absatz in den vergangenen Tagen sprunghaft angestiegen. Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) betont aber, dass es keinerlei Nachschubprobleme gebe, die Supermärkte hätten weiterhin wie gewohnt geöffnet und die Regale würden schnell aufgefüllt.

Anderslautende Gerüchte in den Sozialen Netzwerken seien Fake News und Panikmache. Auch die Logistikketten würden unter Volllast arbeiten und funktionieren, sagte ein Sprecher gegenüber der dpa. Wenn es teils leere Regale gebe, dann liege das daran, dass die Kunden sehr viel in kurzer Zeit kaufen, so dass die Lieferungen und Einräumer nicht so schnell nachkämen. Die Produkte selbst seien nicht knapp.

Auch die Bundesregierung versicherte, es gebe keine Versorgungsengpässe. Hamsterkäufe sollten deshalb vermieden werden. Bundesagrarministerin Julia Klöckner bittet die Kunden, ihre Vorräte mit Bedacht, Augenmaß und umsichtig aufzustocken. Wichtig sei, nur das zu lagern, was auch normalerweise im Alltag genutzt und verbraucht werde. Ähnlich twitterte es Verkehrsminister Andreas Scheuer am Wochenende. Es gebe keine Knappheiten, sondern nur leichte logistische Schwierigkeiten, aber die Lager seien gut bestückt. Und sollten tatsächlich Fahrer z.B. aus Polen ausfallen werde die Bundeswehr in die Logistik einsteigen, so Scheuer.

Laut dpa hat Polen am Sonntag zwar seine Grenzen für die Einreise von Ausländern geschlossen. Das gilt aber nicht für Lastwagenfahrer. Für den Warenverkehr blieben die Grenzen offen. Rewe bat die Kunden laut Presseberichten, den Einkauf wenn möglich auf die Woche zu verteilen, und nicht nur Freitagnachmittag und Samstagmorgen einzukaufen. Dann hätten Mitarbeiter auch die Chance, die Regale schnell genug wieder zu befüllen.

Anders sieht es dagegen derzeit bei Restaurants, Gastronomen und Kantinen aus. Dort sind Umsatzeinbrüche zu verzeichnen. Laut Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga erreichen die Einbußen ein nie gekanntes Ausmaß.

Supermarkt Wien

Supermarkt Wien (Bildquelle: Neumann)

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Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Wo wird das Enden?

In der Mülltonne, weil man das ganze gekaufte Essen gar nicht essen kann und es verdirbt?!?

von Gerhard Steffek

Der nackte Wahnsinn!

Aber auch ein Indiz dafür mit wie wenig Hirn und Verstand, aber viel Egoismus, hier der Einzelne agiert.

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