GAP-Reform

Schluss-Verhandlungen zur Agrarreform sollen am 10. November starten

Der Abschluss der EU-Agrarreform wird sich in das Jahr 2021 hinziehen. Der Trilog zwischen Agrarministern, Parlament und Kommission soll am 10. November starten. Die Corona-Lage macht es kompliziert.

Nach der Festlegung einer Position zur Agrarreform von EU-Agrarministern und EU-Parlament letzte Woche wird das Aushandeln eines Kompromisses aller EU-Institutionen noch einige Zeit dauern. Schon die Einkreisung eines möglichen Fahrplans für die Trilog-Verhandlungen zwischen Rat, Parlament und Kommission wird nicht vor November erfolgen, erfuhr top agrar zu Wochenbeginn aus Brüsseler Kreisen. Im Gespräch ist derzeit der 10. November.

Kaum noch physische Treffen

Grund ist unter anderem, dass die EU wegen der Corona-Lage in Brüssel den Betrieb herunterfährt. Weil die zweite Welle der Pandemie die EU-Hauptstadt derzeit mit voller Härte treffe, müsse bei der Organisation von physischen Treffen noch vorsichtiger und mit noch größerer Umsicht vorgegangen werden, teilte ein Sprecher der derzeitigen deutschen EU-Ratspräsidentschaft am Montag mit. Auch virtuelle Sitzungen würden mit Rücksicht auf die Ressourcen des Ratssekretariats und der Präsidentschaft auf prioritäre Themen beschränkt.

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