CSU-Agrarpolitiker entsetzt über „Diktat des Vegetarier(at)s!“

Der CSU-Agrarpolitiker Artur Auernhammer kritisiert, dass es mittlerweile eine Tradition der derzeitigen Opposition geworden ist, den Eröffnungstag der Grünen Woche mit Anträgen zur Landwirtschaft, Ernährung und Tierhaltung im Plenum zu begehen. In diesem Jahr ärgert ihn der Antrag der Grünen.

Der CSU-Agrarpolitiker Artur Auernhammer kritisiert, dass es mittlerweile eine Tradition der derzeitigen Opposition geworden ist, den Eröffnungstag der Grünen Woche mit Anträgen zur Landwirtschaft, Ernährung und Tierhaltung im Plenum zu begehen. In diesem Jahr ärgert ihn der Antrag der Grünen unter dem Titel „Zukunft der Tierhaltung – Artgerecht und der Fläche angepasst“.

„Der Antrag ist ein Sammelsurium jedweder oppositioneller Forderungen und Feststellungen, ein Antrag, der jedes Gespür der Realität vermissen lässt“, so Auernhammer. So würden in dem Grünen-Antrag Wir-haben-es-statt–Demonstranten instrumentalisiert, um die Exporte der deutschen Agrarwirtschaft zu skandalisieren. All dies verkennt seiner Meinung nach, dass auch diese Exporte uns – hier in Deutschland – über Steuereinnahmen ernähren und Sozialleistungen im Land mit ermöglichen.
 
„Die Grünen ignorieren, dass wir in einer globalisierte Welt leben, deren Märkte nicht abgeschottet funktionieren und ein Staat keine ‚fleischfreien Tage‘ vorschreibt.“  Laut dem CSU-Politiker  zieht sich ein grüner Irrglaube durch den Antrag, dass die geforderte Abschaffung der praktizierten Tierhaltung in Deutschland die Lebensmittelproduktion nicht ins Ausland verlagern würde. „Oftmals mit wesentlich geringeren Standards für Tierwohl und Tiergesundheit als in Deutschland, erfolgt dann die aus Deutschland verlagerte Lebensmittelproduktion im Ausland.“
 
Wer ausschließlich bäuerliche Klein- und Kleinstbetriebe will, dürfe dann aber auch nicht mit Verboten und Forderungen diese faktisch zur Betriebsaufgabe zwingen. Das würden jedoch die Grünen mit dem Antrag vehement tun. „Mit diesem Antrag würde mehr als die Hälfte der bayerischen Rinderzuchtbetriebe schließen müssen. Die Grünen zeigen einmal mehr, dass sie keine Landwirtschaft in Deutschland wollen. Ich hoffe, dass Sie dann wenigstens Agrarimporte zulassen.“

Auernhammer hält den Antrag an vielen Stellen für fachlich falsch und widersprüchlich. Wer zum Beispiel in Deutschland eine maximale Tiertransportdauer von vier Stunden fordert, könne sich doch nicht drei Sätze später für eine maximale EU-Transportdauer von acht Stunden aussprechen. „Das Rindvieh unterscheidet doch nicht zwischen europäischen Tiertransporte über Brüssel mit acht Stunden und einem Transport auf deutschen Straßen mit vier Stunden.“ Es sei daher konsequent den Antrag abzulehnen.

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