KOMMENTAR/EU-Kommisionspräsidentenwahl

Grün-rote Damenwahl Premium

Die europäischen Grünen operierten mit Halbwahrheiten, um die Kandidatin von der Leyen durchfallen zu lassen. Habecks Höhenflug in Deutschland stößt in der EU an seine Grenzen

Neun Stimmen, die Europa verändern werden. Es war knapp für Ursula von der Leyen. Aber Mehrheit ist Mehrheit. Der erste deutsche Kanzler der Bundesrepublik Deutschland wurde 1949 mit einer Stimme Mehrheit gewählt. Konrad Adenauer gestand in seinen Memoiren später ein, dass er sich natürlich selbst auch die Stimme gegeben habe. Ursula von der Leyen war im EU-Parlament nicht wahlberechtigt.

Nicht nur die gesamte grüne EU-Fraktion, sondern auch die 16 sozialdemokratischen deutschen EU-Abgeordneten - angeführt von der langjährigen Berliner Kabinettskollegin und Bundesjustizministerin Katarina Barley – versagten von der Leyen die Gefolgschaft.

Barley-Keller Duo pfiffen auf Frauen-Solidarität und zeigten von der Leyen kalte Schulter

Grün-rote Damenwahl: Dass ausgerechnet die deutsche Grünen-Chefin Ska Keller vereint mit der SPD-Frontfrau für die EU-Wahlen Katarina Barley im EU-Parlament die deutsche CDU-Kandidatin von der Leyen als erste Frau im Kommissionspräsiden-Job um Haaresbreite verhindert hätten, bleibt eine Fußnote der EU-Geschichte. Festzuhalten bleibt, dass die deutschen SPD- und Grünen-Europaabgeordneten das Spitzenkandidaten-Modell bereits im Vorfeld versenkten.

Aber die Art und Weise wie die Grünen und die EU-Genossen im EU-Parlament Kampagnen gegen die Kandidatin inszenierten, war beispiellos und erbärmlich.

Schon bei der von den Grünen durchgesetzten öffentlichen Anhörung veranstalteten der grüne EU-Spitzenkandidat Bas Eickhout aus den Niederlanden und die beiden ...

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Diskussionen zum Artikel

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von Rudolf Rößle

Ursula von der Leyen

ist eine kluge Frau und wird die Familien und Frauenrechte in Europa stärken. Ein großes Plus ist das Wissen wie die Nato tickt. Sie kann so Friedensstrategien mit durchsetzen, unnötige und provokative militärische Einsätze verhindern. In 10 Jahren werden wir die Kommentare der Briten lesen, wie sie ihren Austritt dann beurteilen.

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