Klimakabinett

Das sind Klöckners 10 Klimaschutzmaßnahmen

Am Freitagnachmittag stand die Einigung der Bundesregierung zum Klimaschutzpaket. Das Agrarministerium hat seine 10 Maßnahmen fast wortgleich dort platziert - mit einer Ergänzung.

Die zehn vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) vorgeschlagenen Maßnahmen haben fast komplett Eingang in den Beschluss des Klimakabinetts erhalten. Das Ministerium hatte diese Liste bereits Ende 2018 vorgelegt. Hinzu kommt als Punkt 11 lediglich die folgende Formulierung: "Die Bundesregierung hat die Fördermöglichkeiten für klimafreundliche Maßnahmen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ausgeweitet".

"Der Schwerpunkt der Klimaschutzanstrengungen in der Landwirtschaft bis 2050 liegt auf Maßnahmen zur Minderung von Emissionen und dem effizienteren Einsatz von Ressourcen für eine nachhaltigere Produktion. Erste Vorhaben sind bereits angelaufen", sagte Bundesagrarministerium Julia Klöckner.

Die Besonderheit der Land- und Forstwirtschaft sei, dass die Branchen selbst Lösungsbringer beim Klimawandel sind, betonte Klöckner. Im Gegensatz zu allen anderen Sektoren könnten sie CO2 binden – in den Böden und den Hölzern der Wälder.

Das ist der 10-Punkte-Plan des BMEL:

1. Senkung der Stickstoffüberschüsse

Die rechtlichen Änderungen in der Düngegesetzgebung sollen eine weitere Senkung der Stickstoffüberschüsse – einschließlich der Minderung von Ammoniak- und Lachgasemissionen bringen. Das Düngepaket soll zudem mit der Förderung gasdichter emissionsarmer Güllelager und emissionsmindernder Ausbringtechnik unterstützt werden.

Hier sind laut Klöckner auch die Länder in der Pflicht. Zur gezielten Verminderung von Stickstoffemissionen aus landwirtschaftlichen Böden will Klöckner zudem die Forschung intensivieren. Das umfasst etwa Langzeituntersuchungen an verschiedenen Standorten zur Wirksamkeit von Nitrifikationshemmstoffen und zur Verhinderung von Lachgasemissionen, die Weiterentwicklung von Düngungstechnologien und pflanzenbaulichen Maßnahmen im Hinblick auf Messung und Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen und die Förderung der züchterischen Verbesserung von Kulturpflanzen im Hinblick auf die Stickstoffeffizienz.

--> Minderungspotential: 1,9 bis 7,5 Mio. t CO2-Äquivalente

2. Energetische Nutzung von Wirtschaftsdüngern

Die zweite wichtige Maßnahme betrifft die energetische Nutzung von Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft und landwirtschaftlicher Reststoffe in Biogasanlagen. Der stärkere Einsatz von Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen und die gasdichte Lagerung von Gärresten – vor allem zur Minderung von Methanemissionen – sollen mit neuen Instrumenten gefördert werden. Hier ist es besonders wichtig, sinnvolle Anschlussmöglichkeiten für die Anlagen zu finden, die derzeit im Rahmen des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) gefördert werden, weiß das BMEL.

--> Minderungspotenzial: 2 bis 2,4 Mio. t CO2-Äquivalente

3. Ausbau des Ökolandbaus

Die Ausweitung der ökologisch bewirtschafteten Flächen ist laut Klöckner auch eine Klimamaßnahme. Dies liege in erster Linie an der Einsparung von Mineraldüngern, bei deren Herstellung Treibhausgase entstehen. Die CDU-Politikerin kündigt an, Rechtsvorschriften zugunsten besonders umweltfreundlicher Verfahren wie dem ökologischen Landbau oder anderer besonders nachhaltiger Verfahren der Landbewirtschaftung weiterentwickeln zu wollen. Das gelte auch für die rechtliche und finanzielle Förderung.

--> Minderungspotenzial: 0,4 bis 1,2 Mio. t CO2-Äquivalente

4. Emissionsminderungen in der Tierhaltung

In der Tierhaltung und Tierernährung will das Agrarministerium weiteres Einsparpotenzial realisieren. Neben Forschung und Züchtung werde es auf die künftige Entwicklung der Tierbestände ankommen, heißt es aus Berlin. Fördermaßnahmen sollen mehr im Hinblick auf das Tierwohl ausgerichtet werden, unter Berücksichtigung der Umweltwirkungen und der Einsparungen von Emissionen. Außerdem soll emissionsmindernde Stalltechnik weiterentwickelt werden. Zu erforschen und in die praktische Anwendung (Wissenstransfer) zu bringen seien Verbreitung, Weiterentwicklung und Etablierung der Präzisionsfütterung in der praktischen Nutztierfütterung, der Methoden zur Vermeidung und Minderung von Futterverlusten und der Minderung von Ernteverlusten bei der Futterwerbung, lautet Punkt 4.

--> Minderungspotenzial: 0,3 bis 1 Mio. t CO2-Äquivalente jährlich

5. Erhöhung der Energieeffizienz

Die in der Landwirtschaft und im Gartenbau eingesetzte Technik kann laut BMEL hinsichtlich ihres Energiebedarfs weiter verbessert werden. Das Bundesprogramm für Energieeffizienz in Landwirtschaft und Gartenbau werde dafür fortgeführt und weiterentwickelt und der Einsatz erneuerbarer Energien gefördert.

--> Minderungspotenzial: 0,9 bis 1,5 Mio. t CO2-Äquivalente jährlich

6. Humusaufbau im Ackerland

Das Klimakabinett wünscht, dass das Kohlenstoffspeicherpotenzial der Böden verstärkt aktiviert wird. Auf der Grundlage der Bodenzustandserhebung 2018 und einer zweiten Erhebung nach etwa zehn Jahren werde der Kohlenstoffvorrat in landwirtschaftlich genutzten Böden und seine Veränderungen erfasst. Maßnahmen zur Kohlenstoffanreicherung sollten unter anderem in der Ackerbaustrategie berücksichtigt werden, die aktuell erarbeitet wird, schlägt das BMEL vor.

Der Ausbau des ökologischen Landbaus trage ebenfalls zur Kohlenstoffanreicherung bei. Wichtig werde zudem sein, Instrumente in die Gemeinsame Agrarpolitik aufzunehmen, die eine Förderung des Humusaufbaus unterstützen. Als Beispiel nennt Klöckner Fruchtfolgen mit Ackerfrüchten, die nicht humuszehrend sind; Zwischenfrüchte und eine nichtwendende Bodenbearbeitung; Grünlanderhalt.

--> Minderungspotenzial: 1 bis 3 Mio. t CO2-Äquivalente jährlich

7. Erhalt von Dauergrünland

Auch in Grünland sind hohe Kohlenstoffvorräte gespeichert. Der Erhalt von Dauergrünland ist für die Rheinland-Pfälzerin daher ebenfalls eine wichtige Klimaschutzmaßnahme, die auch schon im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gefördert wird. "Wir wollen Regelungen zum Grünlanderhalt fortführen und eine Grünlandstrategie zur Sicherung und Stärkung einer dauerhaften Grünlandnutzung entwickeln", sagt Klöckner.

8. Schutz von Moorböden/Reduktion von Torfeinsatz in Kultursubstraten

Wichtig ist ihr auch, die Treibhausgasemissionen in den Blick zu nehmen, die aus entwässerten Moorböden resultieren, auf denen Landwirtschaft betrieben wird. Gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium und mit den Ländern werde an einer Bund-Länder-Zielvereinbarung gearbeitet. Da mit der Vernässung von Moorböden erhebliche Nutzungseinschränkungen und somit Eingriffe in Eigentumsrechte verbunden sind, gehe dies nur auf freiwilliger Basis. Entsprechend seien finanzielle Anreize in erheblichem Umfang vorgesehen, kündigt das Ministerium an. Diese Maßnahme soll auch die Reduzierung der Torfverwendung in Kultursubstraten mit einschließen; eine Strategie sei in Arbeit.

--> Minderungspotenzial: 3 bis 8,5 Mio. t CO2-Äquivalente jährlich

9. Erhalt und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder und Holzverwendung

Im Erhalt und der nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder und der Holzverwendung liegt nach Ansicht Klöckners ein enormes Klimaschutzpotenzial. Dieses unterliege allerdings periodischen Schwankungen. "Enorm wichtig ist, dass wir die Wälder und deren nachhaltige Bewirtschaftung langfristig erhalten und sichern. Dazu sind geeignete Maßnahmen der Anpassung an den Klimawandel notwendig", stellt die Politikerin klar.

Gerade die Extremwetter des vergangenen Jahres hätten gezeigt, dass der Wald Hilfe braucht, um seine Klimaschutzfunktion auch weiter so exzellent erfüllen zu können. "Gleichzeitig werden wir die nachhaltige und ressourceneffiziente Holzverwendung fördern. Bei der Realisierung der Nutzungspotenziale von Holz, z.B. im Gebäudebereich, setzt unser Bundesministerium dabei auch auf die Unterstützung aus den anderen Ministerien", so Klöckner.

--> Minderungspotenzial: Laut Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik haben Wald, nachhaltige Forstwirtschaft und die damit verbundene Holznutzung im Jahr 2014 rund 127 Millionen Tonnen Kohlendioxid gebunden bzw. durch Substitutionseffekte reduziert.

10. Stärkung nachhaltiger Ernährungsweisen

a. Vermeidung von Lebensmittelabfällen

b. Programm zur Stärkung der Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung

--> Minderungspotenzial: 3 bis 7,9 Mio. t CO2-Aquivalente jährlich

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Das Konzept der CDU zum Klimaschutz schließt die Landwirtschaft ein. Sie soll die Klimaziele mit weniger Emissionen aus Düngung und Tierhaltung und mehr CO2-Speicherung erreichen.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

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Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Wolfgang Schuchard

Eigentlich wissen sie, was sie tun, und tun es trotzdem

1. Wenn ich lese, dass die ökologische Landwirtschaft CO2 Ausstoß durch die eingesparte Düngemittelproduktion mindert, wird aber vergessen, dass die Mindererträge wo anders produziert werden. Und auch die billigeren Produkte, die der Verbraucher dann ersatzweise aus dem Ausland kaufen wird. Aber so viel aufforsten, wie die Brasilianer roden, können wir eh nicht. 2. Verminderte Bodenbearbeitung, Pflugverzicht, und das bei weitreichender oder sogar völliger Einschränkung von Herbiziden??? Achso, die Fruchtfolge soll es richten? Leider muss die sich dann auch rechnen. Alleine von staatlichen Prämien will ich nicht leben. Denn deren Kürzung und späterer Wegfall ist, wenn bisher freiwillige Einschränkungen sukzessive verpflichtend werden, abzusehen. 3. Der besten Grünlanderhalt wäre, wenn die 5-Jahresregelung bei der Entstehung von Dauergrünland ersatzlos gestrichen würde. Wenn weiterhin der Verlust des Ackerlandstatuses droht, und der Verpächter daraus auch noch einen Anspruch auf Schadensersatz ableiten kann, werde ich werde wohl nicht umhinkommen, in Kürze Flächen, die schon 5 Jahre "vorübergehend dauerbegrünt" sind und CO2 gebunden haben, umzubrechen, um sie nach einem Jahr mit aufwändigem und wenig ertragreichem Alibi-Ackerbau wieder zu begrünen. Und nicht nur der Verpächter hat ein Interesse am Erhalt des Statuses; auch ich, da beispielsweise die Hecken an der wohl ökologischsten Nutzung von "Ackerfläche"nicht mehr anrechenbar wären, und ich andernorts noch mehrrechnerischen Ausgleich schaffen müsste.

von Helmut Übelacker

Bitte erklärt mir mal jemand

wie das funkioniert: Der Ausbau des ökologischen Landbaus trage ebenfalls zur Kohlenstoffanreicherung bei.

von Hans-Gottfr. Gresshöner

Aktionismus

Denn sie wissen nicht was sie tun!

von Norbert Post

Klarheit

Es fehlt in der ganzen klimepolitik an einem klaren Leitfaden. Wir haben richtig Potentiale wie Windkraft, PV Ausbau, Biogasanbau, Umwandlung in Wasserstoff, Nutzung der natürlichen Wirtschaftsdünger... ich sehe keinen einzigen Euro Investition. in was denn....

von Robert Sigmund-Wild

Humusaufbau...

Humusaufbau durch Biologische Landwirtschaft, so die These. Um CO2 im Boden in Form von Humus zu speichern ist es in erster Linie wichtig den Boden nicht zu intensiv zu bearbeiten, oder/und zumindest auf ganzjährige Bodenbedeckung zu achten und nicht eine Spaltung der Landwirtschaft zwischen Konventionellen und Biologischen ins Leben zu rufen. Ohne Letzteres selbst fördern zu wollen, ist der Agrarwissenschaft sehr wohl bekannt, dass sehr viele biologisch bewirtschaftete Ackerböden in einem desolaten Zustand sind, auch hier gibt es Nachholbedarf im Fachwissen vieler Betriebe. Humus besteht zu 58% aus Kohlenstoff und zu 6% aus Stickstoff. Für den Humusaufbau ist ein gesteuerter Überhang an Stickstoff in unseren Böden erforderlich, um den Humusaufbau zu fördern. Dazu muss auch eine Kohlenstoffnachlieferung erfolgen, die im wesentlichen nur über die Photosyntheseleistung gesunder Pflanzen erfolgen kann und das über Hauptkulturen und Zwischenfrüchte unabhängig davon, ob konventionell, oder biologisch bewirtschaftet wird. Die bereits jetzt gültige Düngeverordnung führt zu Humusabbau, ohne die geplanten Verschärfungen zu betrachten. Was den Biolandbau betrifft, wurde dieser überwiegend auf besseren Ackerböden betrieben und nicht auf Grenzstandorten. Dennoch gibt es sowohl in konventioneller, als auch bei biologischer Bewirtschaftungsweise herausragende Beispiele für Nachhaltigekeit und Erfolgsmodelle, die wissenschaftliche als Absurdum galten. Dennoch gerät auch hier die Biobranche durch die geplante Düngeverordnung unter Druck. Überraschender Weise meldet sich hierzu die Agrarwissenschaft nicht zu Wort, um zumindest in Fachkreisen und damit auch in entsprechenden politischen Kreisen, Aufklärung zu betreiben. Letztlich ist bei Humus zwischen Dauerhumus, Nährhumus, Moder und Mull zu unterscheiden. Entsprechend der Wirtschaftsweise steht das C/N Verhältnis und die Versorgung unserer Böden im Vordergrund. Unabhängig davon ist es für nicht erklärbar, den schon bald der größte Teil der Grundnahrung über rauchende Dampfer aus den Handelsabkommen von Kanda, USA, Merkosur, Indonesien und Australien über rauchende CO2-schleudernde Dampfer nach Europa verschifft wird, um dann diese Ware zu einem 1/3 des Naturalgewichts in Plastik zu verpacken. Die Plastiktüte an der Kasse zu verbieten ist umweltpolitisch vernachlässigbar! Eine Politik, die keine mehr ist, sondern lediglich Aktionismus und Anarchie fördert, um lediglich zu höheren Steuereinnahmen zu kommen, ist Betrug an der Bevölkerung.

von Heinrich Esser

@Freygang

Wenn wir bei 2% nichts bringen, was dann? Wenn alle Länder mit 2 oder weniger Prozent sagen, dass sie nichts ausrichten, erreichen wir gar nichts

von Freygang GbR

Punkt 3 und 5 widersprechen sich aber, Ausbau des Ökolandbaus und Erhöhung der Energieeffizienz, das muss mir mal einer erklären wie das zusammen passt. Es ist schon lächerlich wie wir uns hier verbiegen um die 2% an globalen CO²-Ausstoß zu halbieren, was soll das bringen? Es gibt wichtigere Probleme, der Amazonas brennt dank unserer dummen Politiker und in Arabien brennt die Wüste. Weniger Billigimporte aus China würden wahrscheinlich einen größeren CO²-Effekt haben als alles andere. Ab Ende zahlt wieder der kleine Mann die Zeche.

von Bernhard ter Veen

bezüglich punkt 6.

Humusaufbau ... ein interessanter Bericht auf Agrarfakten http://files.agrarfakten.webnode.com/200000233-3eaf83faaa/AF%20Senke%2036%202018_07_24.pdf ...sollte man einmal berücksichtigen...

von Willy Toft

Da widersprechen sich sogar die Ansätze, Vorgaben und Willensbekundungen!

Hier wird etwas beschlossen, was die Abgeordneten nicht mal richtig verstehen, bzw. auch umsetzen können. Zumal es erst entwickelt wird, so ähnlich wie der Flughafen in Berlin, das wird nicht so schnell fertig, und Keiner weiß Bescheid!

von Heinrich Esser

Möglichkeiten

Ich sehe durch höheren Klimaschutz viele Möglichkeiten für die Landwirtschaft. CO2-Zertifikate können Landwirte verkaufen, indem sie beispielsweise durch Zwischenfrüchte Humus aufbauen. Importe werden durch die längeren Wege teurer, was regionale Produkte beflügelt. Auch Futtermittel werden wieder konkurrenzfähig.

von Wilhelm Grimm

Zu Punkt 3 und Hans Heinrich Meyer.

Was sagt der Daila lama? " Mit Ideologen kann man nicht diskutieren". Wir vergessen jetzt mal die Wahrheit und ersetztzen die Mathematik mit den schwer zu kapierenden Zahlen mit den modernen Lauten wie : Viel und wenig oder vielleicht, vielleicht auch nicht oder höher.

von Hans-Heinrich Meyer

Zu Punkt drei

Es ist doch eine Dummheit zu sagen Ökolandwirtschaft senkt die Treibhausgase. Öko produziert die Hälfte und darf folglich auch nur die Hälfte oder weniger Treibhausgase produzieren, sonst ist das einfach nur Quatsch oder anders gesagt Populismus. Ein Aute mit halber Laufleistung ist nicht automatisch besser.

von Matthias Zahn

@Redaktion

Können Sie herausfinden ob das Wirtschafts- und Verkehrsministerium ähnliche Vorschläge für ihren Bereich erarbeitet haben?

von Bernhard ter Veen

schon Ende 2018 ???

Dann stellt sich die Frage was für eine Strategie dahinter steckt, erst 10 Monate später mit den "Fakten" heraus zu rücken... ??? Hinhaltetaktik und hinauszögern damit "noch mehr Druck" auf die Landwirtschaft ausgeübt werden kann ??? Eine Frechheit dem gesamten Berufsstand gegenüber den Sie ja wohl -, so wie es immer schön heisst- vor allem Schaden abwenden und vertreten soll... Wofür haben Sie sich DAHIN wählen lassen ???

von Rudolf Rößle

Kampf

bei uns in der Region gibt es immer mehr Frust über sich ständig ausbreitende Wohn- und Gewerbegebiete. Das schon in einem nicht so dicht besiedelten Gebiet. Ortsumfahrungen will auch jede Gemeinde haben. Sollte das Frau Klöckner nicht der 1 wichtigste Punkt in ihrer Klimaakte sein? Weitgehendes Verbot zur Verbauung unserer ökologischen Lunge?

von Gerd Woertel

Das wichtigste fehlt

Endlich ein Verbot für den Neubau von gewerblichen Ställen Hier durch würden die Tierzahlen sinken und " normale Bauern "bessere Preise erhalten Ein Gewinn für Klima und Bauern

von Andrea Rahn-Farr

Hört,hört!

Das steht: " Als Beispiel nennt Klöckner Fruchtfolgen mit Ackerfrüchten, die nicht humuszehrend sind; Zwischenfrüchte und eine nichtwendende Bodenbearbeitung; Grünlanderhalt." Ich rechne dann baldigst mit der NEuzulassung von Glyphosat. Oder wie meint sie das sonst mit der "nichtwendenden Bodenbearbeitung"?

von Henrik Plaas-Beisemann

Globale Betrachtung

Klimaschutz muss global betrachtet werden. Kommt es bei uns durch die Klimaschutzmaßnahmen der Bundesregierung zu einer Verringerung der Produktion, bleibt der Bedarf weltweit gleich oder steigt, so muss der Verlust an Produktionsmenge zwingend mit den Klimagas-Emissionen aus der Landnutzungsänderung in den für den Bedarf urbar gemachten Regionen belastet werden. Unter dieser globalen Betrachtung könnten völlig andere Maßnahmen angezeigt sein. Globale Probleme sind nur global zu lösen. Ein klein klein des Kirchturmdenkens ist da wenig zielführend.

von Rudolf Rößle

Klimaproblem

gibt es erst seit der Industrialisierung der Welt. Ist das doch das Grundübel. Über sinnvolle Schrumpfung der Industrieproduktion und Mobilität darf aber niemand reden, sonst wird er seines Postens enthoben.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Angst

Ich befürchte, dass in naher Zukunft, wenn der CO² Ausstoß beim Strom und Verkehr geregelt ist, der Augenmerk der "Friday for Future" Aktivisten mehr in Richtung der konventionellen Landwirtschaft geht. Die jungen Menschen kennen Lebensmittel nur aus dem Supermarkt und wissen nicht was dahinter steht. Genau wie bei den Kohlekraftwerken werden sie die Abschaltung der konventionellen Landwirtschaft fordern. Unsere Supermarktregale sind doch gut gefüllt. Wir leben in Wohlstand. Warum sollten wir an, nach ihrer Ansicht, an einen der größten "Umweltverschmutzer" und "Klimavernichter" festhalten. Genau wie beim Strom werden auch hier, wenn unsere Landwirte nicht entgegensteuern, Zeiten ohne Strom und leere Regale in den Supermärkten kommen. Erst dann wird die Bevölkerung aus ihrer Lethargie erwachen.

von wilfried Prof Dr. Brade

Zu unkonkret und zu ungenau

Die 10 Punkte hätte auch jeder 10-Klassen-Schüler so nennen können. Und das Wichtigste fehlt: die importierten Futter- oder Lebensmittel sind in gleicher Weise an die deutschen bzw. EU-Standards gesetzlich verbindlich zu messen. Als Beispiel ist hier an Rindfleisch aus Deutschland oder Südamerika oder an das anstehende Mercosur-Abkommen zu erinnern. Nichts da! Für mich aber besonders interessant: die hochbezahlen deutschen Agrarwissenschaftler wie die Herren Grethe, Isermeyer und Co. schweigen und haben auch keine konkreten wissenschaftliche Vorleistungen erbracht. Schade! Und die BLE, die noch nicht einmal über eine Fachbibliothek verfügt, die DAFA, oder solche Tierzüchter wie Prof Swalve und Co haben Projekte zur Züchtung auf Methanreduzierung bei Wiederkäuern wiederholt gefördert (in mehrstelliger Millionen-Höhe) oder eingefordert, obwohl Wiederkäuer überhaupt keine Gene für die Methanbildung besitzen. Deutsche Agrarforschung: teuer und unproduktiv. Ich hoffe auf unsere Enkel....

von Klaus Fiederling

Was auch immer für ein Ende mir das Schicksal bestimmt hat, ich werde es ertragen!? (Seneca)

In eben dieser Demut üben sich viele der heutigen Bauern nicht mehr sehr lange! // Mittel- bis langfristig könnten sich die verheerenden Auswirkungen unschön abbilden, die eine solche gegenwärtig festgefahrene, extrem verbissene Besser- und Alleswisserei jener Protagonisten, die mit wenig fachlichem Sachverstand in Reihen des Bauernstandes überambitioniert, bisweilen vollkommen schmerzbefreit mit Kahlschlägen wüten, um die deutsche/europäische Agrar- und damit Klimazukunft zu gestalten - wider uns Bauern und dabei leider ignorant nicht selten auch wider Mutter Natur. // Was ein jedenfalls verantwortungsbewusster Bauer im Verlaufe seiner jahrzehntelangen Berufspraxis ganz sicher gelernt hat ist die Tatsache, dass es ohne seine stetig extrem anpassungsfähige Elastizität innerhalb unserer Bauernfamilien-Miniaturbetriebe auf Dauer nicht funktionieren kann; und genau dieser Erfordernis einer hohen Flexibilität beraubt man uns Bauern jetzt vollends. - Fatal, äußerst fatal!

von Martin Schmidt

Schnellschüsse

Erst sollte man mal den Klima Fußabdruck der einzelnen Produktein den verschiedenen Produktionsweisen erfassen.und auswerten. Dann überlegen und danach entscheiden.

von Martin Schmidt

Schnellschüsse

Erst sollte man mal den Klima Fußabdruck der einzelnen Produktein den verschiedenen Produktionsweisen erfassen.und auswerten. Dann überlegen und danach entscheiden.

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