Das unglaubliche Leben des Jan Peifer

Deutschlands schillerndster Tierrechtler hatte schon bei vielen fragwürdigen Organisationen seine Finger im Spiel. Dann gründete er das Deutsche Tierschutzbüro. top agrar zeigt, wie Peifer arbeitet.

Deutschlands schillerndster Tierrechtler hatte schon bei vielen fragwürdigen Organisationen seine Finger im Spiel. Dann gründete er das Deutsche Tierschutzbüro. top agrar über den streitbaren Tierrechtler.
 
Zweifelsohne zählen Tierschutzbüro-Gründer Jan Peifer und seine Kollegen zu den bekanntesten Aktivisten Deutschlands. Permanent verkaufen sie Bild- und Videomaterial von nächtlichen Stallbesuchen an die Medien.
 
Mitunter decken sie so Missstände in der Landwirtschaft auf. Erst im August verurteilte ein Amtsgericht einen niedersächsischen Schweinemäster wegen Tierquälerei zu einer Geldstrafe. Das Tierschutzbüro hatte Strafanzeige gestellt, weil den Aktivisten ein Video vorlag, das ein Rechercheteam nachts im Stall des Mästers aufgenommen hatte. Auf den schockierenden Bildern sieht man Schweine mit schweren Verletzungen, abgerissenen Schwänzen und einen Spaltenboden, durch den von unten die Gülle drückt.

Stall-Aufnahmen legal?

Auffällig ist, dass die Tierschutzbüro-Aktivisten auf keinen Fall selbst als Urheber des Videos dastehen wollen. Denn ob es rechtens ist, nachts mit der Videokamera in fremder Leute Ställe einzudringen, ist zumindest umstritten. Und so verurteilte der Richter den Mäster auch nicht aufgrund des Videos, sondern aufgrund der Aussage der zuständigen Veterinärin. Das Video ließ er nicht als Beweismittel zu, weil es „möglicherweise illegal beschafft wurde“. Wird die rechtlich nicht ganz saubere Recherchearbeit dadurch legitim, dass die Filmenden schwarze Schafe unter den Tierhaltern enttarnen?

Die Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros müssen sich zumindest fragen lassen, ob es ihnen manchmal weniger um das Wohl der Tiere geht und mehr um den eigenen Geldbeutel.  

Lesen Sie jetzt unseren spannenden Hintergrundbericht weiter in der neuen top agrar 9/2016.

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