Kritik an Agrarpaket

DBV: "Umweltministerin nicht zum Dialog mit den Bauern bereit"

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat eine Einladung des DBV zum Dialog über das umstrittene Insektenschutzprogramm und die scharfen Düngeregeln abgelehnt.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat die Einladung des Deutschen Bauernverbandes zu einem Gespräch über die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland abgelehnt.

„Dass Bundesumweltministerin Schulze nicht zum Dialog mit den Bauern bereit ist, müssen wir als geringe Wertschätzung der Landwirte, ihrer berechtigten Sorgen und vor allem des Prinzips des kooperativen Naturschutzes werten. Wir Landwirte sind offen für den Insekten- und Naturschutz und wollen uns mit Klima- und Umweltleistungen noch stärker einbringen. Dabei setzen wir auf Kooperation statt auf Auflagen und Verbote, die demotivieren und kontraproduktiv für den Naturschutz sind“, sagt DBV-Präsident Joachim Rukwied.

„Die Einladung zum Dialog halten wir selbstverständlich weiterhin aufrecht. Während Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner zu diesem Dialog bereit ist und die Einladung des DBV angenommen hat, ist die Absage von Bundesministerin Schulze kein gutes Vorzeichen für Dialog und Kooperation."

Hintergrund der Gesprächseinladung war das umstrittene Aktionsprogramm Insektenschutz, das am 4. September im Kabinett beschlossen worden war. In diesem werden weitreichende Auflagen für die Landbewirtschaftung vorgesehen, was zu erheblichen Einschränkungen in vielen Gebieten führt und vielen Naturschutzmaßnahmen die Grundlage entzieht.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Thomas Schaffner

Es wird Zeit, das dieses dumme Volk wieder lernt, was Hunger heist!

von Andreas Schäfer

drum Volk steh auf und Sturm brich los

von Ludwig Rasche

Schulze

eine weitere Fehlbesetzung, Selbstherrlich, Fachfremd und Nichtswissend.

von Heinz Holtmann

Geschichte wiederholt sich

Gestatten sie mir eine Anleihe an eine berühmte Szene aus einem Film über Katarina der Großen mit einem damaligen Kosakenführer. Er beschrieb seine unhaltbaren Lebensumstände und sprach seine Zarin mit dem typisch russischen Begriff „Mütterchen“ an. Auf unsere heutige Situation bezogen, würde ein solcher Dialog ähnlich verlaufen: Mütterchen, so geht es nicht! Mütterchen, wir geben jeden Tag mehr, als viele andere heute bereit sind, zu geben! Mütterchen, deine Vorstellung von Landwirtschaft bedeutet, 35% vom Einkommen für Ernährung ausgeben zu müssen, und nicht wie bisher 13%! Mütterchen, herbeigeredete Märkte bedienen zu müssen, kann das wirtschaftliche Aus für uns alle bedeuten! Mütterchen, wir sind überzeugt, dass du im guten Glauben handelst, wir aber glauben, dass du und deine Berater es nicht besser wissen, oder wissen wollen! Mütterchen, wir wollen nicht glauben, dass es erstmalig in der Geschichte unseres Landes dein Ziel ist, uns als Landwirte abzuschaffen! Mütterchen, was machst Du mit unserem Land……………………? Mütterchen, wir sind zornig (Originaltext) PS: im Originalfilm wurde der Kosakenführer für seine Äußerungen geköpft!

von Georg Nordendorf

Populismus

Ich mache mir große Sorgen um unser Land. Quasi täglich wird von irgendeiner Seite vor Antisemitismus gewarnt. Ich gebe zu, mit Blick auf so manche Äußerung aus Richtung der AfD, deren Umfeld oder aus dem rechten Specktrum, durchaus zurecht. Aber das, was von vielen Seiten, bevorzugt aus dem linken Specktrum gegen die Landwirtschaft vorgebracht wird, empfinde ich genauso als antisemitisch. Wird sich sachlich aber kritisch gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen geäußert, lassen die Antworten, die einem in die Rechte Ecke stellen meist nicht lange auf sich warten. Aber gegenüber uns Bauern ist das erlaubt? Wenn ich mir Berichte oder Komentare in den sozialen Medien so ansehe, dann ist das oft mehr als schwere Kost, was man da über uns lesen muß. Ausdrücke wie Tierquäler, Verbrecher, Subventionsbetrüger sind an der Tagesordnung, bis hin das man sich als pervers beschimpfen lassen muß. Wir arbeiten als Landwirte nach bestem Wissen und Gewissen, nehmen für uns aber nicht in Anspruch die Allwissenden zu sein, die alles Richtig machen. Wir haben in Deutschland eine Verfassung, in der in den Artikeln 1-20 elementare Grundrechte verankert sind. Dazu gehört u.a. ein respektvoller und ehrbarer Umgangston, sowie ein sachlicher Umgang mit unterschiedlichen Meinungen. Wie schon gesagt, im Umgang, beispielsweise mit ausländischen Mitbürgern, werden diese Dinge gebetsmühlenartig eingefordert. Uns Landwirten verwehrt man dies. Und daher bin ich ganz klar der Meinung, das eine Ministerin, wie Svenja Schulze, die nicht bereit ist mit uns einen respektvollen Dialog zu führen, geschweige denn bereit ist sich gegenüber Sach- und Fachargumenten zu öffnen, elementare Werte unserer Verfassung höchstselbst mit Füßen tritt, genauso zu den Populisten gehört, wie ein großteil der AfD.

von Helmut Krol

Klöckner

Letztendlich ist Julia Klöckner die uns diesen Salat eingebrockt hat.Sie ist vor der SPD eingeknickt!

von Christian Bothe

Schulze

Braucht man diese Dame und ihr Ministerium überhaupt?

von Claus Mahnken

Die Schulze

Diese Frau (Ministerin) ist wie ein zahnloser Tiger. Bei den Verhandlungen zum Klimapaket eingeknick wie eine faule Birke.Nur bei den Landwirten zeigt sie stärke.Denn sie weiss kein Bauer wählt die Schulze.

von Rudolf Rößle

Vordere

größte Schild: Gleiche Steuern und Abgaben auf Kerosin wie beim Diesel und das EU weit. Dann wird Sie sagen : "Diese wichtige Aufgabe kann ich nicht durchsetzen." Nicht einmal für Inlandsflüge. Warum geht es dann bei den Bauern?

von Freygang GbR

damit hat sie klar ihr Feinbild zementiert, DER BÖSE DEUTSCHE BAUER. Unglaublich diese Politdarsteller, ich schäme mich für so eine Regierung, auch wenn ich sie nicht gewählt habe.

von Klaus Fiederling

Untergangsstimmung - Signalfarbe rot!

Ja, unsere ehrenwerte Bundesumweltministerin, Frau Schulze, erweist mit ihrer Dialogverweigerung in erster Linie ihrer eigenen Person, nachrangig sofort aber auch der SPD einen wahrhaftigen Bärendienst. // Schade, dass die einst große Volkspartei den unverzichtbaren Draht zur Basis nicht mehr als notwendig erachtet. // ...Sie schaden damit nicht nur den deutschen Bauern!

von Willy Toft

Mit dem Verhalten erweist sie uns einen Bärendienst!

Auf nach Bonn, oder an einen der Treffpunkte, oder Sternfahrten, der Zusammenhalt wird nur noch gefördert! Nach der DEMO wird man nicht mehr an uns vorbei, Auflagen und Gesetze gegen unserem gesunden Menschenverstand auf dem Weg bringen!

von Lars Henken

Positiv sehen!!!

Man muss die Sache positive sehen. Frau Schulze wollte damit doch nur die Demonstration am 22.10. unterstützen. Mit ihrem Verhalten einigt sie die Landwirte noch stärker und treibt noch mehr von uns auf die Straßen. *IRONIE AUS*

von Wolfgang Daiber

ignorieren!

Wenn die Tante uns ignoriert,dann werden wir diesen geistigen (...) - den dieses Ministerium produziert - auch als nicht existent ansehen.

von Diedrich Stroman

Ignorantz und Dummheit!

Regiert in dieser Republik! Regieren wie die Feudalherren nach Gutsherren Art? Hat mann die Demokratie abgeschafft? Werden wir nur noch von Pöbel und Schreihälsen regiert! 10 Prozent ist noch zu viel für so eine Politik, das kommt dabei raus wenn Minderheiten eine große Koalition bilden!!! Wir bitten zu Tisch hat die Hand gereicht, schlagt sie nicht aus!!!

von Gerd Uken

Nur auf die Schulze rum zu hacken ist aber auch

Nicht richtig: Auch Frau Klöckner wird nicht kommen sie hat an dem Tag schon einen Termin u. Abends trifft man sich sowieso..... Also warum die CO2 Bilanz noch mit einer Stippvisite in Bonn anheizen. Die Bauern kommen ja doch sicher noch zu ihr. Und ob Frau Schulze des niederländischen mächtig ist ? Nachher liest sie noch was falsches daraus. Die NLer haben schönen Spruch: Das Gas im Boden Gehört dem Staat Das Öl im Boden gehört dem Staat Der Stickstoff im Boden Gehört de Buuren Da ist was wahres dran Die Politik lässt sich nicht erpressen also muss man wohl oder Übel einen Deal anbieten..

von Renke Renken

Frau Schulze

lädt die Bauern ein, auf die Straße zu kommen, und zwar solange, und in solcher Vielzahl bis sie bereit ist mit den Bauern zu verhandeln. Sie fleht mit ihrer arrooganten Art und Weise förmlich um Proteste nach NL-Vorbild

von Michael Behrens

Wir interessieren niemanden mehr!

Die Meldung der Absage steht seit dem 16.10. auf der Homepage des DBV. Gestern durch Zufall entdeck und heute auf Top Agrar Online. Auf sonstigen Nachrichten Portale nicht zu finden. Es interessiert keinen in diesem Land! Das sagt doch nur aus, das der DBV (einst eines der mächtigsten Verbände) zur Bedeutungslosigkeit verkommen ist.

von Karl Nölp

Bei uns in Westdeutschland wird alles von Ostdeutschland (DDR) eingeführt, Kinderhorte die sollten bei ihren Mütter großgezogen werden. Bei uns in der Landwirtschaft wird die Tiktatur eingeführt ,die Kanzlerin hat für uns Landwirt nichts übrig (ausfuhrsberre) nur die Autoindustrie kann machen was sie will. usw.

von Wilhelm Eggert

Ahnungslos ?

Bei Wikipedia deutet nichts darauf hin das Frau Schulzes Ausbildung etwas mit Natur und Umwelt zu tun hatte. Wie soll sie diskutieren wenn sie keine Ahnung hat. Das Problem ist das für einen Politiker eine Ausbildung nicht unbedingt vorgeschrieben ist.

von Wilhelm Grimm

Die Ministerin Schulze handelt logisch und richtig, aus ihrer Sicht.

Warum sollte sie denn mit dem Bauernverband reden und worüber? Sie hat doch alles! Der DBV ist in ihren Augen ein unterwürfiger und harmloser Verband, der sie auch weiterhin zu hoffieren gedenkt und nach wie vor den Dialog sucht, obwohl er sich von ihr ständig in den Hintern treten lässt. Und Bauern sind ihr doch sowieso egal. Der DBV ist falsch aufgestellt, dort muss sich was ändern.

von Josef Meier

Diese Frau

ist die personifizierte Willkür. Feministische Rechthaberei ohne jeglichen Sachverstand. Solche Gestalten haben ihre eigene Partei ruiniert und machen jetzt mit ihren 10% ganze Berufsstände, sowie den Wohlstand im Lande kaputt. Wir Bauern lassen uns das gefallen, obwohl wir ganz sicher wissen dass wir im Recht sind, dabei hätten wir alle Macht der Welt durch Kaufenthaltung und Investitionsstopp plus Demonstrationen wie in Holland und Frankreich, diese Leute zur Vernunft zu bringen.

von Gerd Schuette

Vielleicht sollte der DBV die Einladung auf niederländisch formulieren?

von Albert Maier

"Jetzt sind alle Ministerien Klimaschutzministerien"

Und wir sind beim Absolutismus angekommen. Wem es jetzt noch nicht dämmert, dem ist nicht mehr zu helfen!

von Rainer Hoffmann

Gesprächsbereitschaft

Wenn da noch nicht mal Einsicht besteht hilft wohl nur der Rechtsweg, evtl über Brüssel. Die Berichte/Datensammlungen der Bundesländer die Herr Lohmeyer ja recherchiert hat u dann noch die Meßstellenfrage wofür in Deutschland nur knapp zehn Prozent aller gemeldet werden u da fast nur schlechte . Welcher Vorsatz steckt dahinter ?

von Andreas Thiel

Ignorante Witzfigur!

An Überheblichkeit und Dreistigkeit kaum zu überbieten!

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