Deutsche Hähnchenreste überschwemmen Afrika

Jedes Jahr werden in Deutschland über 627 Mio. Masthähnchen geschlachtet. Doch kaum ein Hähnchen landet bei uns noch als ganzes auf dem Tisch. Stattdessen kaufen die Bundesbürger viel lieber nur Brust oder Keule. Die Reste für die es in Europa keine Abnehmer gibt, werden tiefgekühlt exportiert.

Jedes Jahr werden in Deutschland über 627 Mio. Masthähnchen geschlachtet. Doch kaum ein Hähnchen landet bei uns noch als ganzes auf dem Tisch. Stattdessen kaufen die Bundesbürger viel lieber nur Brust oder Keule. Die Reste - Hälse, Karkassen, Innereien - für die es in Europa keine Abnehmer gibt und die die Hersteller eigentlich kostenpflichtig entsorgen müssten, werden tiefgekühlt exportiert. Beispielsweise nach Afrika.
 
Ein lohnendes Geschäft für die deutsche Geflügelindustrie, berichtete gestern das Politmagazin Frontal 21. Doch weil unsere Fleischreste auf afrikanischen Märkten zu Dumpingpreisen verkauft werden, könnten lokale Geflügelzüchter nicht mehr damit konkurrieren. Folge sei die Zerstörung der lokalen Märkte, der Verlust von Arbeitsplätzen und Erkrankungen der Menschen durch keimbelastetes Fleisch, weil die Kühlketten nicht eingehalten werden können, heißt es.
 
Zum Video der Sendung (ab Minute 31)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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