Geld

Deutscher Agrarhaushalt 2020 ist der größte der Geschichte

Für die Landwirtschaft und deren Umbau in Deutschland steht 2020 soviel Geld zur Verfügung wie noch nie.

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Regierungsentwurf des Bundeshaushaltes 2020 sowie den Finanzplan bis 2023 beschlossen. Die positive Entwicklung der vergangenen Haushaltsjahre konnte nach Ansicht von Bundesagrarministerin Julia Klöckner mit einem weiteren Anstieg der Mittel für Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik fortgesetzt werden.

Der Gesamtetat des BMEL im Einzelplan 10 für das kommende Jahr beträgt 6,518 Milliarden Euro. Gegenüber diesem Jahr ist das ein Plus von 194 Millionen Euro. Es ist der größte Haushalt in der Geschichte des Ministeriums.

Klöckner betonte in diesem Zusammenhang, dass alle Beteiligten ein gemeinsames Interesse an einer starken, regionalen, vielfältigen und bäuerlichen Landwirtschaft hätten. „Mit dem Haushalt tragen wir bei zur Zukunftsfähigkeit und modernen Weiterentwicklung der Landwirtschaft. Wir unterstützen die Bauernfamilien, den gestiegenen Erwartungen und Ansprüchen beim Tierwohl, dem Umwelt- und Klimaschutz gerecht zu werden“, sagte die CDU-Politikerin.

Deutlich mehr Geld gibt es jetzt im Bereich der Nutztierhaltung für mehr Tierwohl, der Ackerbaustrategie und Digitalisierung. Die Bundesregierung wolle auch weiter intensiv in eine moderne, nachhaltige und tierwohlgerechte Bewirtschaftungsweise auf dem Acker, im Stall und im Wald investieren. „Allein die Mittel für unsere Nutztierstrategie, in der Umweltschutz, Klimaschutz und Tierschutz zusammengebracht werden, steigern wir von 15 auf 37,7 Millionen Euro. Mehr Geld stellen wir ebenso für digitale Lösungen bereit, explizit auch für Projekte im Bereich der künstlichen Intelligenz. Sie helfen den Landwirten dabei, ihre Ernten und Erträge zu sichern und gleichzeitig ressourcenschonend zu erzeugen. Zum Beispiel mit präzisem und damit geringerem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln“, so Klöckner.

Mit ihrer Ackerbaustrategie will sie zudem mehr Lebensräume für Artenvielfalt bereitstellen, Boden und Anpflanzungen besser an das Klima anpassen. Und die Situation in den Wäldern nimmt das BMEL verstärkt in den Blick, auch hier gibt es eine Mittelaufstockung.

In der Ernährungspolitik will Julia Klöckner zukünftig noch stärker die unterschiedlichen Lebens- und Altersphasen in den Blick nehmen. Konkret geht es um die Nationale Strategie zur Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten sowie eine Stärkung der Ernährungskompetenz in allen Lebensphasen. Die Mittel zur Verbraucherinformation sowie zur Förderung von entsprechenden Einrichtungen und Initiativen hat sie daher nach eigener Aussage maßgeblich aufgestockt.

Der erneute Ausbau des Sonderrahmenplans Ländliche Entwicklung in der Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)‘, so die Ministerin weiter, untermauere zudem die Politik ihres Ministeriums für lebenswerte ländliche Räume. Gestärkt werde damit auch das Ehrenamt und die digitale Infrastruktur. Entscheidend sei, dass Regionen in Deutschland nicht abgehängt würden. Dafür mache sie sich auch als Co-Vorsitzende der ‚Kommission Gleichwertig Lebensverhältnisse‘ stark.

Haushaltsentwurf 2020 Einzelplan 10, Tabelle 1 (Bildquelle: BMEL)

Haushaltsentwurf 2020 Einzelplan 10, Tabelle 2 (Bildquelle: BMEL)

Haushaltsentwurf 2020 Einzelplan 10, Tabelle 3 (Bildquelle: BMEL)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Jörg Meyer

10% und ein bisschen in die Zukunft

und fast 70 % in die Vergangenheit, so kann man keine Zukunft gestalten, sondern verwaltet Fehler der letzten 50 Jahre!

von Gerd Uken

Die Institute schneiden ja auch gut dabei weg

Löffler u. Thünen-Institut jeweils 5 Mio! Die Verwaltung ebenso!

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