Nächster Düngegipfel

Düngeverordnung: Säumige Länder sollen liefern Plus

Vor dem morgigen Düngegipfel zeigt das Bundeslandwirtschaftsministerium auf die Bundesländer. Fünf - darunter Niedersachsen - müssen ihre Nitrat belasteten Gebiete noch ausweisen.

Für Mittwochmorgen hat Agrarministerin Julia Klöckner zu einem weiteren Bund-Länder-Gespräch zur Düngeverordnung geladen. Teilnehmen sollen auch die beteiligten Verbände. Ziel sei es gemeinsam mit den Ländern zu einer einvernehmlichen Lösung zu den von der EU geforderten Anpassungen bei der Düngeverordnung zu gelangen, sagte eine Sprecherin des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) gegenüber top agrar. Das BMEL sieht beim Thema Düngeverordnung derzeit vor allem die Länder in der Pflicht. Diese müssen die roten, mit Nitrat belasteten Gebiete, selbst ausweisen. „Aktuell fehlen noch die Verordnungen von fünf Ländern“, sagte die Sprecherin. Namentlich nennt das CDU-geführte BMEL aber nur Niedersachsen. Dort sei der SPD-Umweltminister Olaf Lies für die Ausweisung der roten Gebiete zuständig.

Niedersachsen will Verordnung am 10. September verabschieden

Aus Hannover kommt hingegen die Rückmeldung, dass CDU-Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast zuständig ist und diese bei den roten Gebieten in "enger Abstimmung" mit Lies arbeite. Die Ausweisung der roten Gebiete und die Maßnahmen will die Landesregierung bis 10. September im Kabinett beschlossen haben, teilte eine Sprecherin von Otte-Kinast gegenüber top agrar mit.

Neun Länder sind säumig

Die EU-Kommission hatte in ihrem Mahnschreiben von Ende Juli explizit drauf hingewiesen, dass auch die noch fehlenden Angaben aus den Bundesländern dazu geführt haben, dass sie den nächsten Schritt hin zu Strafzahlungen wegen der Missachtung der...

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Diskussionen zum Artikel

von Bernhard ter Veen

???

Haben die Schlafmützen da in Hannover und Berlin immernochnichts gemacht ??? das scheint denen ähnlich... nur rumsitzen aber dick bezahlen lassen... Rauswerfen sollte man alle.

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