Agrargipfel

Düngeverordnung: Verbände schicken Brief an Merkel Premium

Im Nachgang zum Agrargipfel schicken Bauernverband, „Land schafft Verbindung“ und andere Verbände der Kanzlerin einen Brief zur Umsetzung der Düngeverordnung.

In dem Brief machen die Verbände sehr allgemeine Anmerkungen zur Umsetzung der Düngeverordnung ohne z.B. die von anderer Seite oft angeführte Forderung zu stellen, dass die Binnendifferenzierung der Länder Bestand haben sollte. Hier der Brief im Wortlaut:

„Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

wir danken Ihnen nochmals sehr herzlich für die Gesprächsrunde im Bundeskanzleramt am vergangenen Montag und für die Möglichkeit, mit Ihnen und Bundesministerin Julia Klöckner über die Zukunft der Landwirtschaft zu sprechen. Den Willen zur Weiterentwicklung der Landwirtschaft und die Bereitschaft zum Schutz von Klima, Artenvielfalt und Umwelt unterstreichen wir nochmals ausdrücklich. Besonders begrüßen wir den Auftrag an den Deutschen Bauernverband und „Land schafft Verbindung“, einen Vorschlag für Mandat und Organisation einer „Zukunftskommission Landwirtschaft“ zu erarbeiten.

Den...

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vor von Agra Europe (AgE)

Die Bundesregierung will eine zweite Klage der Europäischen Kommission wegen Nichteinhaltung der EU-Nitratrichtlinie und damit drohende Strafzahlungen unbedingt vermeiden.

Die Einrichtung einer Zukunftskommission Landwirtschaft ist das zentrale Ergebnis des Agrargipfels. Bauernverband und „Land schafft Verbindung“ drücken jetzt aufs Tempo.

Der Agrargipfel am Montag im Kanzleramt hat gezeigt, dass beim Insektenschutz noch Gestaltungsmöglichkeiten für Landwirte vorhanden sind. Kaum Spielraum gibt es mehr bei der Düngeverordnung.


Diskussionen zum Artikel

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von Klaus Jensen

Das war viel zu schwach...

...lieber mit Klage drohen inkl. Entschädigungsforderungen. Wir haben die Daten und Fakten auf unserer Seite. Die Industrie macht nichts anderes....

von Martin Krautter

Weichspüler

Warum so eine Butter weiche Formulierung? Es müssen endlich die richtigen Tatsachen auf den Tisch. Dazu muss auch ein Christian Lohmeyer mit an den Tisch.

von Rudolf Rößle

Stichproben

artige N-min und Blattanalysen müssen den geforderten N- Nichtabzug aber wissenschaftlich untermauern. Wir müssen auch Fakten vorlegen.

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von Bernd Schmitz

Verfasser haben den Auftrag nicht verstanden

topagrar-online im Bericht zum Gipfel bei der Kanzlerin: Der Bauernverband und "Land schafft Verbindung" sollen dafür in Gespräche mit den vielen unterschiedlichen Interessenvertretungen der konventionellen und ökologischen Landwirtschaft gehen und um ein Verhandlungsmandat für die gesamte landwirtschaftliche Branche werben, so Klöckner ...

von Albert Maier

@Schrimpf

Genau so ist es!!!

von Heinrich Schrimpf

Klare Kante

Was versprechen sich unsere Berufsstandsvertreter von diesem Anbiedern bei der Kanzlerin. Wieso kein Wort zum Meßstellenbetrug. Schon beim Agrargipfel hätte man klare Kante zeigen müssen: Weg mit dem Agrarpaket; Düngeverordnung auf Eis legen, bis die Ungerechtigkeit mit den Meßstellen geklärt ist; Lebensmittelimporte nur aus Ländern mit gleichen Standards wie bei uns. Erst wenn diese Punkte geklärt sind, sehe ich die Möglichkeit zu einem fairen Dialog und eine Basis für die Zukunftskommission.

von Gerd Uken

Das mit den Messtellen

https://www.wochenblatt.com/landwirtschaft/nachrichten/nitrat-im-grundwasser-falsche-zahlen-nach-bruessel-gemeldet-11933737.html Zumindest ein Verband wusste worum es ging und wem darf man überhaupt noch glauben?

von Wilhelm Grimm

Herr Toft hat das immer noch nicht verstanden !!!

Nahrungsmittelerzeugung und Bekämpfung des Hungers ist out. Wir Agrarmanager produzieren Eco-Schemes für das Gemeinwohl, endlich sind wir Gutmenschen !

von Gerhard Steffek

Grundsätzliches Vergessen!!!

In diesem Brief, bzw. schon grundsätzlich früher, hätte explizit darauf hingewiesen werden sollen das die Grundwassermeßstellen, welche für die Meldung nach Brüssel verwendet wurden, umgehend korregiert werden müßten. Welche Idiotie ist es denn, ein Meßstellennetz zu liefern, daß nur die hochbelasteten Gebiete ausweist, während von allen anderen Ländern in Europa ein einfacher Durchschnitt geliefert wird? Welche Idiotie ist es Meßstellen heranzuziehen, die in keinem Bezug zur Landwirtschaft stehen, aber dafür dann diese verantwortlich zu machen? Wie schon Julia Klöckner in einem Interview im MOMA zugab, daß Meßstellen neben einem Friedhof nicht gerade glücklich sind. Genauso wie Meßstellen in einem Erlenwald. Das grenzt doch schon an eine arglistige Täuschung. Wobei dann schon wieder die nächste Frage auftaucht: "Wie blöd muß man sein, um dies nicht zu erkennen? Oder ist es am Ende gar nicht nur von einigen wenigen entsprechend beabsichtigt...?

von Willy Toft

Grundsätzlich soll sich die Regierung mal hinter die Bauern stellen!

Es liegt so viel im Argen, nur von der Behördlichen Seite wird immer die Landwirtschaft im Focus genommen! Das muss aufhören, und eine realistische Sicht auf die Dinge erfolgen! Wir erleben täglich ein Wechselbad der Gefühle, wenn man den Ausführungen der "Regierenden" zuhört. Selbst wenn wir alle Forderungen erfüllen würden, werden wir am Ende keine Rechnungen davon bezahlen können, was uns an Erlösen vom Handel geboten wird! Wir bekommen nur "Weltmarktpreis", und in DE gibt es Mindestlohn, was ich jedem Arbeitnehmer mehr als gönne, und all die Auflagen und Vorlagen, die auch immense Kosten verursachen!

von Andreas Gerner

Zu kleinlaut

Was ist mit den Messstellen? Was ist mit den Eintragspfaden Kanalnetz und Adblue? Wir dürfen doch nicht stillschweigend hinnehmen, dass wir betrogen und vorgeführt werden.

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