Großkundgebung

Neuer Ablaufplan zur Großkundgebung Donnerstag in Münster!

Der WLV hat um 16 Uhr den neuen Ablaufplan bekanntgegeben. Über 8.000 Landwirte aus ganz Deutschland werden am Donnerstag in Münster zur Großkundgebung gegen die Verschärfung der Düngeverordnung erwartet. Bundesagrarministerin Julia Klöckner will sich der Wut der Bauern stellen.

Am Donnerstag findet in Münster vor dem Dom eine große Kundgebung gegen die geplante Verschärfung der Düngeverordnung statt. Sprechen wird u.a. auch Bundesagrarministerin Julia Klöckner. Eingeladen hat der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV). Erwartet werden über 8.000 Landwirte aus NRW, Niedersachsen, Hessen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern

Das Thema ist ernst und es geht um viel: „Es geht um eine zukunftsfähige bäuerliche Landwirtschaft – oder ihr Ende“, schreibt der WLV. Immer mehr kostensteigernde Auflagen durch die Politik einerseits und fehlende Verlässlichkeit und Planbarkeit andererseits verunsicherten die Bauern, sagt auch Dieter Hagedorn, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Lippe.

Die Verschärfung des Düngerechts sei der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringe. Immer mehr kostensteigernden Auflagen und Verordnungen, vor allem politisch gewollte, müssten in der Sache sinnvoll sein und bräuchten politische Verlässlichkeit, da es um langfristige Investitionen der Höfe gehe. Auch die gesellschaftlichen Herausforderungen an die Tierhaltung würden bei der Kundgebung angesprochen. Politik und Gesellschaft müssten verbindlich antworten, ob sie die Preise für die Mehrauflagen bezahlen werden. Der Berufsstand brauche endlich klare Aussagen, welche Form der Landwirtschaft in Deutschland gewünscht sei, wie sie finanziert werden und wie sie global wettbewerbsfähig bleiben könne.

Die Kundgebung soll auch ein deutliches Zeichen für die Dialogbereitschaft der Landwirte setzen. „Wir wollen vor Ort unsere Bemühungen beim Wasser- und Artenschutz zeigen“, unterstreicht Hagedorn. Die Qualität und damit der Schutz des Grundwassers habe für die Bauern höchste Priorität. Dieses werde auch in dem großen Engagement der Landwirte in den erfolgreich arbeitenden Wasserkooperationen deutlich.

Insgesamt gehe es bei der Kundgebung darum, Gesellschaft und Politik dafür zu sensibilisieren, dass Landwirtschaft in Deutschland eine vernünftige Perspektive und Planungssicherheit brauche, wenn sie eine Zukunft haben solle.

Das Programm

Der Schlepperkorso fährt zum Schlossplatz; Sammelpunkte, Abfahrtszeiten etc. werden von den Kreisverbänden individuell festgelegt und kommuniziert.

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Für die Presse

Ab 9.30 Uhr: Infos zu Wasserkooperationen auf dem Domplatz (WuB, BHD, Stiftung, Vertreter Wasserkooperationen)

Ab 9:45 Uhr: Bilder aus der Landwirtschaft (LED-Screen)

09:50 Uhr: Einstimmung, Vizepräsident Brüggemeier - Info über Ablauf

10.00 Uhr: Pressegespräch am Domplatz mit den Präsidenten, Vizepräsidenten und Ministerinen Klöckner und Heinen-Esser

10:15 Uhr: Einstimmung mit Musik + Warmup

10:25 Uhr: Dank an die Unterstützer, Vizepräsident Brüggemeier

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10.30 Uhr: Beginn der Kundgebung auf dem Domplatz

10:30 Uhr: Begrüßung der Teilnehmer

  • Johannes Röring, Präsident WLV
  • Bernhard Conzen, Präsident RLV
  • Albert Schulte to Brinke, Präsident Niedersächsisches Landvolk
  • Stefan Schneider, Vizepräsident Hessischer Bauernverband
  • Heike Müller, Vizepräsidentin Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern
  • Stefan Köhler, Bezirkspräsident Unterfranken

10:45 Uhr: Ansprachen

  • Johannes Röring (Schwerpunkt. Tierhaltung)
  • Bernhard Conzen (Schwerpunkt: Pflanzenbau)

11.05 Uhr: Statement Bettina Hueske

11.15 Uhr: Ansprache Ministerin Julia Klöckner

11:45 Uhr: Kurze Statements mit Aktion auf der Bühne

  • „Interview“ & Aktion der Landjugend
  • Thomas Genfeld (Gemüsebauer)
  • Jan Spliethofe (Öko-Landwirt)
  • Bernd Krumnacker (Schweinehalter)

12:05 Uhr: Ansprache NRW Agrarministerin Ursula Heinen-Esser

12.40 Uhr: Gemeinsames Schlusswort

  • Präsidentin Regina Selhorst und Vizepräsident Henner Braach

ca. 12.50 Uhr: Ende der Kundgebung

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerd Uken

@ Renken

Das hab ich auch gedacht 400 Busse da brauchen die ja P+R oder kommen die alle mit dem Fahrrad??

von Renke Renken

Auf dem Domplatz !?

12 oder 15 Redner - wenn da nicht in der Stadt für einen halben Tag das Chaos ausbricht, Dann haben übermorgen die meisten Menschen diese Veranstaltung schon wieder vergessen, vor allem unsere Politiker haben dann das Gefühl, alles ist halb so schlimm und machen mit der Verarschungstaktik weiter.

von Willy Toft

Die Verlässlichkeit der Politik ist schon lange nicht mehr gegeben!

Deutschland in eine Insel der Glückseligen zu verwandeln, wo nur noch BIO nachgefragt wird, wird es so nie geben! Beide Produktlinien haben ihre Berechtigung, und nur so schaffen wir eine ausreichende Versorgung, bei uns und auf der Welt!

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