Dürre2018 treibt Berufsschäfer in die Insolvenz

Aus Sicht des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung sind einzelbetriebliche Hilfen nicht geeignet, um auf großräumige Witterungsereignisse, die sehr viele Betriebe betreffen, angemessen zu reagieren.

Aus Sicht des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung sind einzelbetriebliche Hilfen nicht geeignet, um auf großräumige Witterungsereignisse, die sehr viele Betriebe betreffen, angemessen zu reagieren. Die gegenwärtige Dürre offenbare die Absurdität einer solchen Verteilung der zur Verfügung stehenden Mittel, sagt Geschäftsführer Wendelin Schmücker und fragt: "Warum sollen einzelne Betriebe staatliche Zuwendungen erhalten, wenn alle Betriebe unter demselben Himmel gewirtschaftet haben?"

Seiner Meinung nach ist dies eine Wettbewerbsverzerrung zulasten der anderen Betriebe und ein
"Arbeitsbeschaffungsprogramm für landwirtschaftliche Berater", die die entsprechenden
Berechnungen erstellen, sowie für die landwirtschaftliche Verwaltung, die diese prüfen muss.

"Die Nationale Rahmenrichtlinie zur Gewährung staatlicher Zuwendungen zur Bewältigung von Schäden in der Land- und Forstwirtschaft halten wir deshalb für ungeeignet als Grundlage für eine Dürrehilfe in Niedersachsen. Wir schlagen vor, stattdessen eine Richtlinie des Landes zu erarbeiten, welche eine schnelle und unbürokratische Verteilung der zur Verfügung stehenden Mittel an alle betroffenen Betriebe ermöglicht, etwa als Aufschlag auf die Direktzahlungen. Darin sollte, unabhängig von der gegenwärtigen flächendeckenden Dürre, auch bereits die Möglichkeit vorgesehen sein, räumliche Eingrenzungen vornehmen zu können", so Schmücker.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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