Durchwachsener Bergsommer geht zu Ende

Rund 50 000 Rinder machen sich in den nächsten Wochen wieder auf den Weg von den rund 1 400 oberbayerischen Almen und schwäbischen Alpen zu ihren Winterquartieren in den Tallagen. Der zu Ende gehende Bergsommer war laut Landwirtschaftsminister Brunner für die Alm- und Alpbauern eher durchwachsen und beschwerlich.

Rund 50 000 Rinder machen sich in den nächsten Wochen wieder auf den Weg von den rund 1 400 oberbayerischen Almen und schwäbischen Alpen zu ihren Winterquartieren in den Tallagen. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner im Vorfeld der traditionellen Almabtriebe und Viehscheide mitteilte, war der zu Ende gehende Bergsommer für die Alm- und Alpbauern eher durchwachsen und beschwerlich.

Schuld daran waren laut Brunner die Wetterextreme, insbesondere das nasskalte Frühjahr und der trockenheiße Juli. „Das Wetter hat den Almbauern und Älplern dieses Jahr ihre ohnehin mühsame Arbeit erheblich erschwert“, so der Minister. Schneefall, Kälte und Nässe hatten vielerorts den Auftrieb verzögert, die anschließende Trockenheit führte auf zahlreichen Almen zu Wasserknappheit und geringem Aufwuchs. Vielfach wurde das Futter knapp, so dass viele Rinder bereits zwei Wochen früher ins Tal gebracht werden mussten als sonst. Zudem kamen bei Abstürzen oder durch Blitzschlag bislang 90 Rinder ums Leben, deutlich mehr als in den Vorjahren.

Auf den 690 Alpen im Allgäu verbrachten 2013 rund 30 000 Rinder, 400 Pferde sowie 400 Schafe und Ziegen den Sommer auf 20 700 ha Alpflächen. Auf den 709 oberbayerischen Almen waren es rund 20 300 Rinder, 600 Pferde sowie 2 700 Schafe und Ziegen auf 19 100 ha.

Brunner zeigte sich erfreut über die auch in diesem Jahr wieder stabilen Auftriebszahlen. „Sie sind auch eine Folge der konsequenten Förderung der Berglandwirtschaft in Bayern“, so der Minister. Allerdings zeige der diesjährige Bergsommer wieder einmal deutlich, wie schwer und aufwändig die Landbewirtschaftung in den Bergen ist. Das Engagement der Bauern für den Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft in den Bergen mit ihrer großen Artenvielfalt ist deshalb laut Brunner ohne Unterstützung durch die Gesellschaft nicht möglich. Der Freistaat werde daher auch künftig dafür Sorge tragen, „dass die Leistungen der Bergbauern angemessen honoriert werden“. (ad)

Schauen Sie sich unsere Fotostrecke von der Oberstdorfer Alp an:
Sommer auf der Alpe Schlappold und Umgebung (26.8.2013)

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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