Massiver Strukturwandel

DZ-Bank prognostiziert dramatisches Höfesterben bis 2040 Plus

Die DZ-Bank berichtet in einer aktuellen Studie schonungslos, dass bis 2040 nur noch 100.000 Höfe übrig sein könnten. Und die seien managergeführt und auf knallharte Wirtschaftlichkeit getrimmt.

Bis 2040 dürfte die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe von derzeit 267.000 auf nur noch rund 100.000 sinken. Gleichzeitig wird die durchschnittliche Betriebsgröße spürbar zulegen. Das besagt eine aktuelle Studie von DZ BANK Research.

Nicht zuletzt der Altersstrukturwandel und fehlende Nachfolger würden diese Entwicklung verstärken, heißt es weiter. Langfristig drohe die Abkehr vom Jahrhunderte alten Modell des bäuerlichen Familienbetriebs, der sich durch selbstständige Bauern, kleine Betriebseinheiten und mithelfende Familienangehörige auszeichnet. Die Führung eines Agrarbetriebs gleiche sich immer mehr der eines Industrieunternehmens an, so die DZ Bank.

Digitalisierung, Nachfolgeprobleme und ein intensiver Preiswettbewerb auf den Absatzmärkten würden dafür sorgen, dass sich der landwirtschaftliche Strukturwandel wie beschrieben fortsetzt und sogar noch verstärkt, schreibt die Forschungssparte der Bank weiter. Immer größere Betriebe erforderten hohe Investitionen in...


Diskussionen zum Artikel

von Fritz Heidecker

dramatisches Höfesterben....

...zu meinem letzten Kommentar: Überlebenschance DZ-Bank... der Corona-Virus zeigt doch sehr deutlich wie unstrukturiert unsere Gesellschaft reagiert: Hamsterkäufe, Talfahrt der Börse ect. nur gut daß sich unsere Gesellschaft auf ihre heimische Landwirtschaft verlassen kann, die für ... mehr anzeigen

von Martin Hofmann

Familie?

Familienbetriebe wird es nicht mehr geben, weil es keine Familien mehr gibt. Familie als Keimzelle des Widerstandes muß in einer Diktatur zerstört werden (1984, Geore Orwell). Darum kommen die Kinder nach 6 Wochen schon in eine Kita, wo sie politisch korrekt erzogen werden. Auch die ... mehr anzeigen

von Gabriele Briem

Öffentlichkeit

Dieser Artikel muss an die Öffentlichkeit und an den Verbraucher, damit wir Landwirte nicht immer für "Massentierhaltung" und "industrielle Landwirtschaft" verantwortlich gemacht werden!!!

von Fritz Heidecker

...dramatisches Höfesterben

und wie beurteilt die DZ-Bank Ihre eigene Überlebenschance, sollten die Turbolenzen an den Finanzmärkten Fahrt aufnehmen?

von Andreas Sießmeir

Ehrlich

Ich finde es gut wenn sich jemand endlich ehrlich äußert und nicht so tut als wenn man an der Entwicklung etwas ändern könnte oder wollte !!!!

von Kaspar Egginger

Ausbildung durch Technik für Großbetriebe ersetzen?

Einiges bei dieser Prognose ist nicht bedacht: die Technik wird den gut ausgebildeten Bauern auf dem Feld die nächsten Dekaden NICHT ersetzen - 25 jahre vergangene Forschung haben es nicht geschafft und die derzeit verfügbaren Systeme für den Pflanzenbau können es auch nicht - weil ... mehr anzeigen

von Henrik Plaas-Beisemann

Wer Industrielle Standards fordert, bekommt eine industrielle Landwirtschaft

Wir werden immer weiter mit industriellen Maßstäben gemessen. Wer mit Verordnungen wie der AwSV Industrielle Maßstäbe anlegt, wird eine Industrielle Landwirtschaft bekommen, da hilft es auch nicht auf Biolandbau umzusteigen, hier gelten die gleichen Strukturwandeltreiber, wie ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Ökonomie

da bin ich mal gespannt, wie die rasanten Wachstumszahlen sich auf die Pachtpreise auswirken werden. Ökonomisch sind sie viel zu hoch. Sie müssten ja dann einen Sturzflug hinlegen.

von Klaus Fiederling

Und es herrscht der Erde Gott, das Geld ( F. v. Schiller)

233 Mrd. Umsatz in 2019 erwirtschaftete die Lebensmittelindustrie, wie man sich im Umfeld der Grünen Woche medial aufmerksamkeitsheischend stolz zu brüsten wusste. Jeder 8. Arbeitsplatz innerhalb deutscher Grenzen steht unbestritten in direkter bzw. indirekter Abhängigkeit von diesem ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Druckausgleich

Volle Fahrt in Wachstum oder Nische ist die eine Richtung. Ausweichmanöver ist die andere. Da werden noch ein paar Ammenkühe und ein paar Hektar Land als Hobby bewirtschaftet. Der große Teil wird verpachtet oder verkauft. Wer große Lust auf große Geräte hat, hilft beim großen ... mehr anzeigen

von Stephanie Winhard

Bisher war es nur so ein Hintergrundrauschen,

aber jetzt wird es langsam laut ausgesprochen, wohin der Umbau der LW gehen soll. Auch wenn es viele nicht hören wollen, fürchte ich, daß Herr Scheppach Recht hat. So wie die Industrialisierung viele Handwerke aussterben ließ, wird es auch der LW ergehen. Nischen für bäuerliche ... mehr anzeigen

von Christian Bothe

DZ Bank...

Das kann man so sehen und ist nicht weit von meinen Auffassungen entfernt als ein Verfechter der industriellen LW und deren Zukunft für die Ernährung der Weltbevölkerung!Allerdings werden auch Kleinbetriebe regional ihre Existenzberechtigung haben auch bei uns, abgesehen von der ... mehr anzeigen

von Norbert Scheppach

Die Bank hat recht

@heinrch Albo; @Klaus Fiederling Die Entwicklung ist wahrscheinlich nicht aufzuhalten und, wenn man die Anforderungen an die Landwirtschaft betrachtet, wahrscheinlich folgerichtig und sinnvoll. Die von Ihnen geschilderten Auswüchse orientieren sich am heute und jetzt. Das muss nicht ... mehr anzeigen

von Franz Gerstner

Utopie...

Ich glaube 4 grosse Höfe werden reichen. Einer für Aldi Süd-einer für Aldi Nord-Einer für Edeka-Einer für Lidl. Sehr billige Prodktion-einhaltung des Mindestlohns-ein Leben im Paradies ? Der Mensch wird auf der Erde nicht satt. J. P. Satte L.g.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Wenn....

Wenn es so kommen würde, wäre es ein Strukturwandel hin zur reinen Agrarindustrie. Das wäre das genaue Gegenteil der von der Politik geplanten Zukunft der Landwirtschaft. Damit wäre die Politik, wie so oft, gescheitert. Lenkungsmaßnahmen, wie sie z. B. von den Grünen, der grün ... mehr anzeigen

von Andreas Christ

Klaus fiederling

hallo ihr Artikel würde mir in der Tageszeitung gefallen. Mit freundlichen Grüßen

von Klaus Fiederling

Die sinkende Sonne verdoppelt die Schatten

Obige Analyse liest sich ähnlich interessant wie eine 4-Wochen-Wetterprognose, alleinig die in Rede stehenden Zeiträume differieren. - Das Schreibtisch-Orakel ist sogleich aber ad absurdum geführt, wenn in diesen DZ-Bank-Zonen mediterrane Klimabedingungen unaufhaltsam Einzug halten ... mehr anzeigen

von Heinrich Albo

Die Bank hat Recht

Die grüne Politik tut alles dafür damit sich der Strukturwandel beschleunigt und wir jede Menge besonders tierische Tierische Produkte importieren müssen. Genau so wie beim Strom ( mindestens für die Dunkelflaute müssen Kraftwerke das ganze Jahr über vorgehalten werden)oder z.B. den ... mehr anzeigen

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