Einkommen der französischen Landwirte brechen ein

Rückenwind für ihre Kritik an den Umverteilungsplänen der Pariser Regierung bei der nationalen Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) haben Frankreichs Ackerbauern jetzt mit der Vorlage der Einkommensprognose des Statistischen Dienstes des Landwirtschaftsministeriums (Agreste) erhalten.

Rückenwind für ihre Kritik an den Umverteilungsplänen der Pariser Regierung bei der nationalen Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) haben Frankreichs Ackerbauern jetzt mit der Vorlage der Einkommensprognose des Statistischen Dienstes des Landwirtschaftsministeriums (Agreste) erhalten.

Demnach gehen ihre Einkommen vor Steuern pro selbstständig Erwerbstätigem (RCAI) im auslaufenden Kalenderjahr, also noch ohne eine Verschiebung der Direktzahlungen an Grünlandbetriebe, gegenüber 2012 insgesamt um 49,3 % auf 31 800 Euro zurück; bei den Getreide-, Ölsaaten- und Eiweißpflanzenproduzenten unter den Ackerbauen sinken die RCAI laut Prognose sogar um 57,3 % auf 24 200 Euro. Die gesamte französische Landwirtschaft dürfte gegenüber 2012 einen Einkommensverlust in Höhe von 18,7 % auf 29 400 Euro zu verkraften haben.

Die von den Statistikern vorgelegten Zahlen zum Einkommen der Ackerbauern haben in der Branche für eine ziemliche Überraschung gesorgt, da sie auf das Niveau von 2000 zurückfallen. Nach den Erläuterungen der Agreste-Fachleute konnten sich die Getreidebauern in der diesjährigen Ernte mengenmäßig gesehen zwar behaupten; allerdings seien die Getreidepreise um rund 23 % eingebrochen. Bei den Ölsaaten habe es außer niedrigeren Erzeugerpreisen auch noch eine kleinere Ernte gegeben. Darüber hinaus führten die Agreste-Zahlen im Nachbarland zu Irritationen, weil das Amt die Einkommen der Getreide- und Ölsaatenerzeuger in seiner Prognose vor einem Jahr für 2012 noch auf 72 100 Euro veranschlagt hatte, während sie jetzt laut Statistik de facto nur bei 56 700 Euro liegen.


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