EMB-Milchbauern verbrennen Molkereifahnen

Am 31. März haben Mitglieder des European Milk Boards (EMB) vor dem EU-Parlament die Fahnen einiger großer Molkereien verbrannt. Sie befürchten, dass die Molkereien nun nach dem Ende der Milchquoten machen, was sie wollen und die Erzeuger keinen Einfluss mehr haben.

Am 31. März haben Mitglieder des European Milk Boards (EMB) vor dem EU-Parlament die Fahnen einiger großer Molkereien verbrannt. Sie befürchten, dass die Molkereien nun nach dem Ende der Milchquoten machen, was sie wollen und die Erzeuger keinen Einfluss mehr haben.

So kritisieren die Bauern vor allem, dass trotz Ankündigungen kein Krisenprogramm für die Zukunft installiert wurde. Damit stehe fest, dass der Einfluss der Milchbauern, am Markt für kostendeckende Milchpreise zu sorgen, weiter sinken wird, ist ein Redner in einem Video (s.u.) zu hören. „Wir haben jetzt schon wenig Einfluss und werden in Zukunft noch weniger Einfluss haben. Und das ist überhaupt kein Grund um zu feiern“, sagt er.

Nach Ansicht des EMB ist der Milchsektor seit dem 1. April noch krisenanfälliger. Ohne ein gutes Krisenprogramm werde die Milchindustrie das Ruder komplett übernehmen, so die Befürchtung. Die Milchbauern hissten dazu symbolisch die Fahnen einiger großer Molkereien vor dem Parlament. „Was machen wir mit diesen Fahnen? Lassen wir sie da hängen oder verbrennen wir sie?“, ruft ein Redner ins Mikrofon. Unter dem Jubel der Demonstranten werden die Fahnen dann ins Feuer gelegt.

Wie BDM-Chef Romuald Schaber anschließend erklärt, haben sich die Bauernverbände zu Handlangern der exportwilligen Milchindustrie gemacht. Gleichzeitig habe die Politik seit vielen Jahren auf das Ende der Milchquote hingearbeitet. Daher könnten die Milchbauern nicht in die Lobesgesänge und die Siegesparolen des Bauernverbandes einstimmen.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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