Ernährungsindustrie startet mit Umsatzwachstum ins zweite Halbjahr 2018

Im Juli 2018 erwirtschaftete die deutsche Ernährungsindustrie einen Umsatz von 14,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 2 Prozent.

Butterverpackung in der Molkerei (Bildquelle: Archiv)

Im Juli 2018 erwirtschaftete die deutsche Ernährungsindustrie einen Umsatz von 14,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 2 Prozent. Berücksichtigt man hier die weiter gefallenen Verkaufspreise im Export sowie die stabile Verkaufspreisentwicklung im Inland, zeigt sich im Vorjahresvergleich ein deutliches mengenmäßiges Plus von 2,5 Prozent, teilt die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) mit.

Der heiße Sommer in Deutschland scheint den Konsum angeheizt zu haben. Produktionseffekte waren dadurch jedoch nicht zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Produktion sogar zurück: Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank um 1,7 Prozent. Das Exportgeschäft entwickelte sich im Juli 2018 mäßig. Insgesamt wurden Lebens-mittel im Wert von 4,9 Milliarden Euro exportiert, 0,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Agrarrohstoffmärkte und Geschäftsklima

Im August 2018 führte eine gute Angebotslage an den Weltmärkten zu stabilen Preisen. Der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel gab nur leicht um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat nach. Damit notierte der Index 4,7 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus.

Im September 2018 trübte sich die Stimmung bei den Lebensmittelherstellern etwas ein. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage wie die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate fielen schlechter aus als noch im Vorjahr. Auch die Ertragslage wurde schlechter eingeschätzt als noch im Vorjahresmonat. Dennoch bleibt der Saldo des Geschäftsklimas positiv und die Unternehmen erwarten insgesamt sowohl eine positive Entwicklung für die Produktion, die Beschäftigung, die Verkaufspreise als auch den Export. Allein an die überdurchschnittlich hohe Dynamik aus dem Vorjahr kann derzeit wohl nicht mehr angeknüpft werden.

Das Konsumklima zeigte sich im September 2018 bei 10,5 Punkten stabil. Im August 2018 stiegen die allgemeinen Lebenshaltungskosten nur um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat, die Lebensmittelpreise sanken sogar um 0,3 Prozent. Im Vorjahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 2 Prozent, die Lebensmittelpreise um 2,4 Prozent.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht

Glyphosat wird nur behelfsweise für 1 Jahr verlängert

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Steffen Hinrichs

Die Industrie macht ihren Umsatz

Aber die Urproduzenten (Bauern) leiden trotzdem an der Dürre und schlechten Markterlösen . Aber die werden ja nicht erwähnt ,die liefern nur !

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen