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ESL-Milch: Verbraucherzentrale fordert gesetzliche Klarstellung

Schleichenden Etikettenschwindel wirft der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) der Milchwirtschaft und dem Einzelhandel vor. Industrie und Handel hätten Verbraucher mit zum Teil verwirrenden Bezeichnungen auf Milchpackungen verunsichert. Der vzbv fordert vom Gesetzgeber eine klare gesetzliche Definition von Frischmilch.

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Schleichenden Etikettenschwindel wirft der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) der Milchwirtschaft und dem Einzelhandel vor. Industrie und Handel hätten Verbraucher mit zum Teil verwirrenden Bezeichnungen auf Milchpackungen verunsichert. Der vzbv fordert vom Gesetzgeber eine klare gesetzliche Definition von Frischmilch. Die Bundesregierung müsse zudem durch geeignete Kennzeichnungen Sorge tragen, dass Verbraucher Frischmilch, H-Milch und ESL-Milch auf einen Blick unterscheiden können. Herkömmliche Frischmilch müsse flächendeckend im Handel, auch bei allen Discountern, erhältlich sein. Anfang Januar hatte die Verbraucherzentrale Hamburg einen Marktcheck veröffentlicht, wonach zahlreiche Supermärkte - darunter die Discounter Aldi, Lidl und Penny - keine Frischmilch mehr im Angebot haben und stattdessen lediglich H-Milch und so genannte ESL-Milch angeboten werden. ESL (extended shelf live) ist eine Methode, Milch länger haltbar zu machen. Das Bundesverbraucherministerium hat das Max-Rubner-Institut beauftragt, die Unterschiede zwischen herkömmlicher Frischmilch und ESL-Milch genauer zu untersuchen. Ungeachtet der Klärung der noch offenen Fragen fühlen sich die Verbraucher verschaukelt und getäuscht, wie zahlreiche Mails an die Verbraucherzentralen zeigen.