Heimische Futtermittel

EU-Agrarminister fordern europäische Proteinstrategie

Die EU muss unabhängiger von importierten Futtermitteln werden, meinen die EU-Agrarminister. Sie fordern eine gemeinsame Eiweißstrategie.

Die überwiegende Mehrheit der europäischen Agrarminister unterstützt die Forderung Österreichs nach einer gemeinschaftlichen Proteinstrategie. Dies wurde beim EU-Agrarratstreffen vergangene Woche deutlich.

Initiative aus Österreich

Die österreichische Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger drängte darauf, in Brüssel einen entsprechenden Plan mit Schwerpunkt auf lokale Versorgungsketten sowie Forschung und Entwicklung auszuarbeiten. Laut Köstinger hat der Krieg in der Ukraine verdeutlicht, wie abhängig die EU von importierten pflanzlichen Eiweißprodukten ist. Der Wiener Ressortchefin zufolge wird sich die geplante Anbaufläche für Eiweißpflanzen im Rahmen der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) im Vergleich zu 2022 um bis zu 50 % erhöhen. Dies bedeute, dass zusätzlich mehr als 2 Mio ha Anbaufläche dazukommen könnten.

Bender: Entwaldung berücksichtigen!

Insgesamt unterstützten 19 Mitgliedsländer die Initiative aus Wien; darunter neben Deutschland auch Polen, die Niederlande, Dänemark sowie Rumänien und Bulgarien. Deutschlands Agrarstaatssekretärin Silvia Bender betonte vor allem, dass die potentielle Strategie auch das Risiko der Entwaldung in Drittländern berücksichtigen müsse. Zudem sollten alle Arten der Landwirtschaft einbezogen werden.

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