Wolf

EU dringt auf Herdenschutzmaßnahmen gegen den Wolf Premium

Die EU-Kommission ermahnt die Mitgliedstaaten dazu, den Herdenschutz gegen den Wolf finanziell besser zu unterstützen. In einem Brief an die Agrar- und Umweltminister legt sie dar, dass Herdenschutz nach EU-Recht zu 100 % förderfähig ist. Eingeschlossen sind Kosten für Zäune, Hunde, Zusatzarbeit und Erhaltungsmaßnahmen.

Für EU-Mitgliedstaaten gibt es keine Ausrede mehr, den Herdenschutz vor dem Wolf nicht kostendeckend zu unterstützen. Die EU-Kommissare für Agrar- und Umwelt, Phil Hogan und Karmenu Vella, fordern in einem Brief an die Agrar- und Umweltminister vom 11. Februar sogar eindringlich von den Mitgliedstaaten eine intensive Förderung des Herdenschutzes. Eine wirksame finanzielle Unterstützung von Tierhaltern sei „verfügbar und möglich“ sowohl über den EU-Fonds für Ländliche Entwicklung (ELER) als auch über das EU Umwelt- und Klimaschutzprogramm LIFE, schreiben sie. „Die Förderung der Anschaffung von wolfsabweisenden Zäunen und Herdenschutzhunden ist zu 100 % über den ELER möglich“, heißt es in dem Brief, der top agrar vorliegt. Auch Arbeitskosten für den Erhalt von Schutzzäunen seien förderfähig, damit die Beweidung in Wolfsgebieten aufrechterhalten wird. Die Mitgliedstaaten sollten diese Fördermöglichkeiten nutzen, appellieren die zwei Kommissare.

Mitgliedstaaten sollen Entschädigungssystem aufsetzen

Die ...

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Heinrich Vinnemann

Gegen die Wölfe heulen

Jeder kann sich überlegen , wen er bei einem so hanebüchenen Bullshit bei der kommenden Europawahl wählt. Es wird immer schlimmer mit dem Verein. Der Brexit ist bekloppt ,aber manchmal versteht man dei Bewggründe der Briten.

von Peter Kurth

EU Zauberei

Die ich rief, die Geister.................

von Andreas Thiel

Jagdschein und Flinte

Sollten auch unbedingt in das Förderprogramm aufgenommen werden!

von Gerd Uken

Zäune werden zu 100% bezahlt

Alles wunderbar..... Für Niedersachsen wären Gesamtkosten von ca.156 Mio.€ veranschlagt für Zäune. 496 Nutztierrisse im letzten Jahr die nachgewiesen wurden. Herdenschutz: 4 Schutzhunde sind letztes Jahr Opfer des Wolfs geworden. Ein Einzelschaden wird bis maximal 5000€ entschädigt, der Gesamtschaden darf aber nicht höher als 30.000€ im Jahr liegen( Billigkeitsregelung).

von Paul Siewecke

Das wird lustig...

dann zäunen wir Landwirte alle unsere Flächen ein, Ein Zaun je Feldblock reicht ja. Dann haben wir keinen Wolf auf der Fläche und eben auch nicht Hirsche, Rehe, Damwild, Hasen und eben auch keine Wildschweine.... Das Geheule der Waldbesitzer und Jagdpächter möchte ich dann mal hören!

von Renke Renken

Ideologen

und "Alles ist schön - Menschen" mit Halbwissen sind legimiert durch den Wähler bereit den Staat zu übernehmen. Gute nacht EU und Deutschland, mehr fällt mir dazu nicht ein

von Gerhard Steffek

Durch die Straßen von Berlin -

das wird schneller kommen als sich das unsere Grünblinden wünschen. Wildschweine sind ja schon da. Die einzige wirkungsvolle Maßnahme gegen den Wolf wird aber trotz allem nur der konsequente Abschuß sein. Mit ca. 17.000 Tieren in Europa ist er definitiv nicht vom Aussterben bedroht noch dazu wenn man bedenkt welche Reproduktionsrate er hat und wie schnell sich eine entsprechende Population in DE entwickelte. Das einzige Problem ist doch die Angst der ganzen Politelite es sich mit den grünen Maulaffen zu verscherzen.

von Willy Toft

Beim Wache schieben kann die EU doch bestimmt helfen!

Der Wolf ist nicht vom Aussterben bedroht, einfach nur in die Kategorie, der Wolf ist in Gefahr verschieben, dann wären alle glücklich. Wir haben doch nicht wirklich, so wie jetzt, eine Handhabe dem Problem Herr zu werden! Erst wenn er durch die Straßen von Berlin streift, wird man die Gefahr erkennen!

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