EU-Handelsabkommen mit Vietnam sieht Zollabbau für Fleisch vor

Mit dem geplanten Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Vietnam ist im Agrarbereich vor allem ein Abbau der Zölle auf Fleischeinfuhren vorgesehen. Das geht aus einem Vorschlag der EU-Kommission für den Freihandelsvertrag hervor. Hier die Details zu Schweine- und Rindfleisch, Milchprodukten und Geflügel.

Mit dem geplanten Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Vietnam ist im Agrarbereich vor allem ein Abbau der Zölle auf Fleischeinfuhren vorgesehen. Das geht aus einem Vorschlag der EU-Kommission für den betreffenden Freihandelsvertrag hervor, der jetzt dem Rat und dem Europaparlament zur Entscheidung vorgelegt wird.

Neben den Übereinkünften über die Importzölle sieht das Abkommen eine Reihe von Verpflichtungen zur nachhaltigen Entwicklung, zum Umweltschutz und zur Bekämpfung des Klimawandels vor. Gefrorenes Schweinefleisch soll sieben Jahre nach Inkrafttreten zollfrei gehandelt werden dürfen, Rindfleisch bereits nach drei Jahren. Die Zölle auf Hühnerfleisch sollen laut Kommissionsangaben in den nächsten zehn Jahren schrittweise bis auf null gesenkt werden. Für Milchprodukte ist vorgesehen, nach maximal fünf Jahren keinen Zoll mehr zu erheben.

Für andere Lebensmittelzubereitungen soll dies nach höchstens sieben Jahren gelten, und der Brüsseler Behörde zufolge werden auch Weine und Spirituosen dann vollständig zollbefreit sein. Für einige sensible Agrarerzeugnisse wird die Europäische Union ihren Markt nicht vollständig für vietnamesische Lieferungen öffnen. Hier wird durch Importquoten die Menge, die zollfrei in die EU gelangen darf, begrenzt. Zu den betroffenen Produkten gehören unter anderem Reis, Mais, Knoblauch, Pilze, Eier, Zucker und zuckerreiche Produkte, Ethanol, Surimi sowie Dosenthunfisch.