EU ist weltweit zweitgrößter Fleischerzeuger

Die EU ist mit rund 44 Mio. t nach China (2014: 87 Mio. t) der weltweit zweitgrößte Fleischerzeuger. Differenziert nach Fleischarten entfallen im Jahr 2014 bei Schweinefleisch rund 19 %, bei Geflügelfleisch 12 %, bei Rindfleisch 11 % sowie Schaf- und Ziegenfleisch rund 7 % der Weltproduktion auf die EU.

Die Europäische Union (EU) ist mit rund 44 Mio. t  nach China (2014: 87 Mio. t) der weltweit zweitgrößte Fleischerzeuger. Differenziert nach Fleischarten entfallen im Jahr 2014 bei Schweinefleisch rund 19 %, bei Geflügelfleisch 12 %, bei Rindfleisch 11 % sowie Schaf- und Ziegenfleisch rund 7 % der Weltproduktion auf die EU. Deutschland, Frankreich und Spanien sind die bedeutendsten Fleischproduzenten in der EU. Der Selbstversorgungsgrad der EU für Fleisch wird für 2014 auf rund 106 % geschätzt.

Geringes Wachstum in der EU-Fleischerzeugung

Die EU-Fleischerzeugung steigt 2014 gegenüber Vorjahr leicht um 0,6 % auf rund 44 Mio. t. Während die Rindfleisch- und Geflügelfleischerzeugung deutlicher ansteigen (+ 1,8 % bzw. + 1,9 %), fällt die Schweinefleischerzeugung unter den Vorjahresstand (- 0,5 %).

Die Schaf- und Ziegenfleischerzeugung steuert nach Rückgängen in den beiden Vorjahren in 2014 auf eine stabile Entwicklung zu (+ 0,3 %).

Für 2015 erwartet die Europäische Kommission für alle Fleischarten zusammen ein Plus von über 1 %. Während das angenommene Wachstum bei Schweine-, Geflügel- und Schaffleisch unter 1 % liegt, könnte es bei Rindfleisch als mittelbare Folge des Milchpreisdrucks bis zu 3 % ausmachen.

Der globale Fleischmarkt wächst weiter

Die weltweite Fleischerzeugung wird in den kommenden Jahren weniger stark wachsen. OECD und FAO prognostizieren für den Zehnjahreszeitraum bis 2023 noch ein Wachstum der globalen Fleischerzeugung von jährlich 1,6 %. In der zurückliegenden Dekade waren es 2,3 %.

So soll die Weltfleischproduktion von 308 Mio. t in 2013 auf 357 Mio. t bis zum Jahr 2023 ansteigen, wobei die erwarteten Zuwächse bei Geflügelfleisch mit 2,3 % pro Jahr deutlicher ausfallen als bei Schweinefleisch (1,2 %) oder Rindfleisch (ebenfalls + 1,2 %). Auf Schweinefleisch sollen dann 36 % und auf Geflügelfleisch 38 % Marktanteil entfallen. Auf Rind- und Schaffleisch entfallen dann 21 bzw. 5 % der Weltfleischerzeugung. In den vergangenen 50 Jahren hat sich die globale Fleischerzeugung vervierfacht.

Weltfleischerzeugung 2014 mit verhaltener Zunahme

Für 2014 rechnet die FAO mit einem Anstieg der globalen Fleischproduktion auf 311,6 Mio. t (plus 1,1 % zum Vorjahr). Dabei konzentriert sich das Wachstum auf die Entwicklungs- und Schwellenländer. Auf Wachstumskurs sind vor allem die Geflügel- (+ 1,1 %) und Schweinefleischerzeugung (+ 1,4 %). Niedriger fallen die Wachstumsraten bei der Erzeugung von Schafen/Ziegen (+ 0,6 %) und Rindern aus (+ 0,8 %).

Globale Fleischnachfrage wird weiter wachsen

Die Nachfrage nach Getreide und anderen traditionellen Grundnahrungsmitteln wird sich weiter hin zu tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten verschieben. Für die Industriestaaten wird für 2014 ein gegenüber Vorjahr leicht verringerter Fleischverbrauch von 75,5 Kilogramm pro Kopf der Bevölkerung geschätzt. Deutlich niedriger, aber mit Aufwärtstrend, ist der Verbrauch in den Entwicklungs- und Schwellenländern mit 33,8 Kilogramm pro Kopf und Jahr.

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