EUROPA/Speichermedien/Bio-Kraftstoffe

EU läuft bei Energiespeicherung internationaler Technologie-Entwicklung hinterher

Bei den Speichertechnologien für Erneuerbare und Batterien für die Mobilität der Zukunft im Verkehrsbereich, droht die EU den Anschluss bei internationalen High-Tech-Entwicklungen zu verlieren. Der Europäische Rechnungshof fordert in einem Bericht dazu auf, Forschungsanstrengungen zu erhöhen und Barrieren für private Investoren abzubauen.

Die EU hinkt bei den Energiespeichertechnologien in Forschung und Entwicklung sowie industrieller Kompetenz hinterher und droht das gesteckte Ziel der „Europäischen Batterie-Allianz“ für das Jahr 2025 zu verfehlen. Zu dieser Einschätzung kommt der Europäische Rechnungshof (EuRH) in einem am Montag in Brüssel vorgelegten Papier zum Stand der EU-Klima- und Energieziele.

„Die EU kann für 2030 die gesteckten Energie- und Klimaziele von Paris nur erreichen, wenn die Energiespeicherung und industriellen Kapazitäten bei der Entwicklung von modernen Speicherbatterien im Stromnetz und Verkehrsbereich deutlich verbessert werden“, sagte Phil Wynn Owen vom EuRH vor der Presse.

Energiespeichertechnologien seien in hohem Maße geeignet durch hohe Flexibilität zu den gesteckten Energie- und Klimaziele beizutragen. Mithilfe von Energiespeichertechnologien könne flexibel auf die Ungleichgewichte und Fluktuationen bei den Erneuerbaren reagiert werden.

Mithilfe von erweiterten Batterietechnologien mit höherem Wirkungsgrad und sinkenden Gestehungskosten könnten die durch einen höheren Anteil fluktuierender erneuerbarer Energiequellen wie Sonne und Wind im Stromnetz verursachten Schwankungen besser ausgeglichen werden.

Bio-Kraftstoffen höhere Wertigkeit einräumen

Die EuRH-Autoren räumen auch den Bio-Kraftstoffen eine hohe Kapazität ein, stärker im Verkehrs- und Transportsektor Emissionen zu senken. Kraftstoffe aus erneuerbaren Quellen wie regenerativem Strom oder Wasserstoff könnten nach Ansicht des EuRH zur Verringerung der verkehrsbedingten Emissionen beitragen. Des Weiteren könnten verbesserte Energiespeichertechnologien den Ausbau der mit Bio-Kraftstoffen betriebenen Fahrzeugflotte beflügeln helfen.

Für die Erreichung dieser drei gesteckten Ziele machen die EuRH-Analysten folgende Hauptaktionsfelder aus:

  • Bessere Unterstützung von industriellen Batteriestrukturen;
  • Förderung von Forschung und Innovation im Bereich der Energiespeichertechnologien sowie Abbau von Förderbarrieren;
  • Beseitigung und Entbürokratisierung von Hindernissen für Investoren;
  • Verstärkte Entwicklung der Infrastrukturen für alternative Kraftstoffe

"Der Energiespeicherung wird beim Erreichen eines kohlenstoffarmen, hauptsächlich auf erneuerbaren Energieträgern basierenden Energiesystems in der EU eine entscheidende Bedeutung zukommen", so Phil Wynn Owen.

US-Innovationen und asiatische Dynamik geben den Ton an

Die EU habe zwar erste Schritte zur Entwicklung eines strategischen Rahmens für die Energiespeichertechnologien und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie unternommen.

Es besteht jedoch die Gefahr, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen angesichts der rasanten technologischen und industriellen Entwicklungen im asiatisch-pazifischen sowie US-amerikanischen Raum nicht ausreichten, um die strategischen Ziele der EU im Bereich der sauberen Energie tatsächlich zu erreichen, warnen die EU-Rechnungsprüfer.


Diskussionen zum Artikel

von Josef Doll

So lange defakto Strafsteuern

Für selbst verbrauchten Strom ( Durchleitungskosten für Strom von Nord nach Süd ) zusätzlich zu den Battarienkosten bezahlt werden müssen werde ich nicht investieren. Nun es fehlen doch Leitungen oder ??? Das würde heißen es fehlt nicht an Strom sondern an Durchleitungskapzität ... mehr anzeigen

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