EU-Nachforderung zur Düngeverordnung erhöht Druck auf die Bundesregierung Plus

Die Nachricht, dass auch die geplante nochmalige Verschärfung der Düngeverordnung der EU-Kommission nicht ausreicht, sorgt für Wirbel. Die Grünen fordern nun, die Düngeverordnung nochmal komplett neu zu formulieren. Die Wasserwirtschaft bleibt bei ihrem Druck.

Seit gestern ist bekannt, dass die EU-Kommission mit den deutschen Vorschlägen zur Verschärfung der Düngeverordnung immer noch nicht zufrieden ist. EU-Umweltkommissar Karmenu Vella beschwerte sich in einem Brief an die Bundesministerinnen für Umwelt und Landwirtschaft, Schulze und Klöckner, dass diese bisher nicht bereit gewesen seien, von der EU-Kommission angemahnte Probleme mit den Sperrzeiten und der Düngeausbringung auf stark geneigten Böden zu lösen. Außerdem fordert die Kommission, dass die Neuerungen früher als bisher geplant im Mai 2020 in Kraft treten. Die fünf neuen Maßnahmen an sich, scheinen der EU-Kommission zu gefallen. Ausdrücklich lobt der EU-Kommissar die Bundesregierung in seinem Brief für die geplante Abschaffung des Kontrollwertes und die zusätzlichen Maßnahmen für die roten Gebiete.

Grüne fordern Neuformulierung der Düngeverordnung

Der Agrarsprecher der Grünen im Bundestag, Friedrich Ostendorff, kritisiert die Bundesregierung für ihre Verhandlungsführung mit der EU-Kommission zur Düngeverordnung. "Die betroffenen Betriebe...

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Diskussionen zum Artikel

von Gregor Grosse-Kock

Đüngeverordnung

Herr Ostendorff ist ein Schreihals!! Die Mehrheit der Konventionellen Betriebe arbeiten gut, er will nur einen Persilschein für sein Klientel. Die Tierhaltung ohne Fläche unterliegt auch der Dünge VO anders als die Biogasanlagen bis in jüngster Zeit. Vorsichtig, aufräumen koste ... mehr anzeigen

von Heinrich Steggemann

Beim BDEW Fragen zur eigenen Kreislaufwirtschaft stellen

Wir Bundesbürger leben erst mal flächenlos. Die BDEW möge bitte sein langfristiges Kreislaufkonzept zur kompletten Düngesalzrückführung aus menschlichen Hinterlassenschaften an die Pflanzenwurzel vorstellen. Kläranlagen sind keine Düngesalzrückgewinnungsanlagen.

von Wilhelm Grimm

Wachsender Aufwand bei der Trinkwasseraufbereitung?

Der BDEW wird Beweise haben ?

von Willy Toft

Das kommt einem Berufsverbot gleich, was da gerade auf uns zurollt!

Wir sollen nichts mehr ernten dürfen, weil nicht einmal Entzug gestreut, oder über Gülle die Nährstoffe zur Pflanze gefahren, werden darf. Wir haben die letzten Jahre ein Feuerwerk von Kritiken über uns ergehen lassen, und sollen jetzt endgültig vom Hof gejagt werden! Wenn nicht ... mehr anzeigen

von Hermann Freese

ja, es gibt BGA, die Schund mit N (und P) treiben. Aber vorsicht mit den pauschalen Aussagen. Bei uns sind es die Milchviehbetriebe, die Jahre lange die Gülle hinterm Hof entsorgt haben. Und noch wieder wo anders sind es evtl Schweine oder Geflügelbetriebe. In erster Linie, sind es aber ... mehr anzeigen

von Renke Renken

Zu der N und P

Ausbringung von Biogasanlagen könnte ich hier auch noch was schreiben, aber ich lasse es lieber.

von g.+s. schuh gbr

Die Biogasanlagen haben uns das zum Großteil eingebrockt,

in dem Gebiet in dem ich wirtschafte (Nordbayern) haben sich die Viehbestände in den letzten 40 Jahren halbiert. Aber eine Biogasanlage neben der andern.

von Renke Renken

Es kann nicht angehen,

daß der normal wirtschaftende ldw. Betrieb in Generalhaftung genommen wird für eine in den letzten 30 Jahren verfehlte Agrarpolitik. Aber Gesetze haben es ermöglicht, daß man Tierhaltung ohne entsprechende Flächenausstattung betreiben kann, 4 und 5 GV pro ha sind dann keine ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Der Bauernverband antwortet zu schwach.

Er muss sich externe und professionelle Hilfe einkaufen. Es steht die gesamte Landwirtschaft auf dem Spiel.

von Renke Renken

Denen da in Berlin und Brüssel

brennt anscheinend der Helm, und ich erwarte, daß der Bauernverband hier einschreitet, und die Politik die Probleme massiv angeht, da wo es notwendig ist, und nicht wieder alle in Generalhaftung nimmt. ES REICHT, und zwar schon lange!!

von Georg Summerer

Karmenu Vella

Ist es nicht interessant dass der Umweltkommissar vor allem auch auffordert die am strärksten betroffenen Gebiete zu identifizieren. Also ihr Saboteure im Umweltbundesamt, macht endlich eure Arbeit, meldet gefälligst alle Messstellen an die EU- Behörden und legt für jede schlechte ... mehr anzeigen

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