UMWELTSCHUTZ

EU tritt bei Nachhaltigkeitszielen im Klimaschutz auf der Stelle

Nur beim Einsatz der Erneuerbaren Energien kommt die EU im Klimaschutz voran. Bei den Treibhausgasemissionen im Verkehr und dem Einsatz von toxischer Chemie hinkt die EU hinterher.

Die „Von-der-Leyen-Kommission“ hat Nachhaltigkeit zu einer übergeordneten politischen Priorität ihres fünfjährigen Mandats gemacht. Die Europäische Union hat in den letzten fünf Jahren bei den Globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Vereinten Nationen (UN) im Bereich Klimaschutz "keinerlei Fortschritte" erzielt. Dies geht aus dem am Montag in Brüssel veröffentlichten Eurostat-Bericht „Sustainable development in the European Union – Monitoring 2020“ hervor.

„Während wir die dramatischen Auswirkungen der Corona-Pandemie bekämpfen, dürfen wir globale Herausforderungen wie den Klimawandel, den Verlust der biologischen Vielfalt und die wachsende soziale und wirtschaftliche Ungleichheit nicht aus den Augen verlieren“, sagte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni am Montag bei der Vorstellung des Eurostat-Berichtes.

Bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele müsse Europa eine globale Vorreiterrolle einnehmen, forderte Gentilione vor der Presse. Unter den 17 SDGs sieht es beim Thema Umweltschutz und Klima alles andere als rosig aus.

Demnach haben sich die Treibhausgasemission von 2013 bis 2018 um 2,2 Indexpunkte gegenüber dem Basisjahr 1990 verschlechtert. Die geringsten Forschritte bei den Klimabemühungen sind bei den Kraftfahrzeugemissionen zu bilanzieren:

Erfolgen bei den Erneuerbaren stehen Rückschritte bei Verkehr und Chemieverbrauch gegenüber

So betrugen in der gesamten EU die CO2-Emssionen der Gesamtflotte 119,6 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer. Dies macht eine Verschlechterung von 5,4 Indexpunkten gegenüber 2013 aus bilanziert Eurostat.

Der Verbrauch von gesundheitsgefährdenden chemischen Produkten nahm in Fünfjahreszeitraum um 1,9 Prozent zu und erreichte eine Gesamtmenge von 220,7 Mio. Jahrestonnen in 2018.

Leichte Erfolge und Verbesserungen gibt es beim Anteil der Erneuerbaren an der Energieversorgung und beim Energieverbrauch. Die Treibhausgasemissionen, die auf den Energieverbrauch in der EU zurückgehen, haben sich in den letzten fünf Jahren um 3,5 Indexpunkte verbessert.

Wirtschaftliche Verluste durch Klimawandel machen milliardenschwere Bürde aus

Der Anteil Erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch erreichte im Jahre 2018 in der EU27 einen Wert von 18,9 %.

Die Gesamtausgaben in der EU im Kampf gegen den Klimawandel beziffert Eurostat mit 19,4 Mrd. Euro im Jahr 2017. Dem steht eine Zunahme von klimabedingten wirtschaftlichen Verlusten von 12,1 Mrd. Euro gegenüber.

Im Kampf gegen die Erderwärmung hinkt die EU hinter den gesetzten Pariser Klimazielen hinterher. Während die globale Erderwärmung im Zeitraum von 2009 - 2018 eine Durchschnittveränderung von 0,91 Grad Celsius annahm, betrug die Abweichung in der EU im gleichen Zeitraum 1,61 Grad Celsius gegegenüber dem vorigen Jahrhundert.


Diskussionen zum Artikel

von Gerhard Steffek

Tritt auf der Stelle!

Muß einen das wundern? Die eierlegende Wolllmilchsau gibt es halt nicht. Erst recht nicht, wenn man die Rechnung ohne den Wirt macht. Hier eben den EU-Bürger. Besonders dann, wenn quasi über Nacht, besonders in dem Zeitraum, ein paar Millionen hinzukommen. Jeder Deutsche verursacht im ... mehr anzeigen

von Renke Renken

Solange der

Wohlstand ständig weiter wachsen soll und muß, um immer wieder Wachstum zu generieren, solange wird sich an diesen Tatsachen nichts ändern

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