Nach Corona

EU-Umweltminister: Bei Wiederaufbau-Programm Klima und Umwelt im Fokus

Am Montag trafen sich erstmals die EU-Umweltminister unter der Leitung von Svenja Schulze per Videokonferenz. Sie berieten sich über die Agenda der deutschen Ratspräsidentschaft für Umwelt und Klima.

Der mehrjährige EU-Finanzrahmen und der EU-Wiederaufbauplan sollen wesentlich zu den umwelt- und klimapolitischen Zielen der EU beitragen. Dafür sprachen sich die EU-Umweltminister am Montag auf einer Videokonferenz unter Leitung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft aus. Zudem haben sie darin vereinbart, die Einigung auf die anstehenden umwelt- und klimapolitischen EU-Schlüsseldossiers im Jahr 2020 als oberste Priorität zu behandeln. Es sei wichtig, dass sich die EU-Umweltminister in die laufende Diskussion um die Ausgestaltung der wirtschaftlichen Erholung Europas aktiv einbringen, so Schulze.

Jetzt ist der Moment, um die Weichen zu stellen, damit wir nach der Krise nicht zum Business as usual zurückkehren, sondern einen echten Neustart für eine zukunftsfähige und umweltverträgliche Wirtschaft und Gesellschaft verwirklichen.“ – Svenja Schulze

Klima und Umwelt muss trotz Corona Schwerpunkt bilden

In dem gemeinsamen Aufruf plädieren die EU-Umweltminister dafür, aus der aktuellen Krise Lehren für eine krisenfeste und nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft zu ziehen. Hierfür biete der europäische Green Deal den notwendigen Orientierungsrahmen. Die EU-Umweltminister setzen sich dafür ein, dass der jetzt zu verhandelnde mehrjährige Finanzrahmen der Europäischen Union (MFR) und der EU-Wiederaufbauplan wesentlich zu den umwelt- und klimapolitischen Zielen der EU beitragen. Sie weisen darauf hin, dass die Klima- und Umweltkrisen nichts von ihrer Dringlichkeit verloren haben. Reformen zur Stärkung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit, zur Beibehaltung und Schaffung von guten Arbeitsplätzen und zur Weiterentwicklung neuer Kompetenzen müssen Hand in Hand gehen mit ehrgeizigen und wirkungsvollen Klima- und Umweltschutzmaßnahmen.

Fahrplan fürs kommende halbe Jahr

Die EU-Umweltminister unterstreichen dabei die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit und des gegenseitigen Verständnisses bei den jetzt anstehenden Herausforderungen. Gleichzeitig haben sie ihre Prioritäten für das kommende halbe Jahr bekräftigt: dazu gehört eine Einigung beim Europäischen Klimagesetz, der Biodiversitätsstrategie 2030 und dem Aktionsplan Kreislaufwirtschaft, außerdem werden sie sich mit der Folgenabschätzung der EU-Kommission zu einer möglichen Erhöhung der EU-Klimaziele für 2030 beschäftigen.

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Allein auf nationaler Ebene kann ein Tierwohllabel nicht Pflicht werden. Daher will es Ministerin Klöckner EU-weit einführen. Auch um Wettbewerbsgleichheit auf dem Markt zu schaffen.


Diskussionen zum Artikel

von Gregor Grosse-Kock

Klimaschutz

Kann man nicht!!!! '!''!!!!!!! Wir können nur Sparsam sein in unseren Produktionsschritten und das können wir Deutsche! In alle Welt exportiert und geliebt ❤ und nun befinden wir uns in eine Umerziehung sonder gleichen - Wo müssen wir wieder aufbauen und Klimaschutz - das geht gar ... mehr anzeigen

von Fritz Gruber

das nächste halbe jahr

wird in die Geschichte eingehen es wird der sozialen Armut sowie ausgiebigen Hungersnöten in Europa den weg bereiten verursacht von völlig verblödeten und abgehobenen Politikern aus Deutschland wenn ich an die Zukunft in unserem Land denke wird mir ehrlich gesagt angst und bange ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Umwelt und Klima gehören der ganzen Welt, wir sind mit 1,8% dabei.

Da müssen Frau Schulze und Herr Flasbarth noch derart viel Fleißarbeit leisten, dass ihnen bereits schwummrig vor Augen wird. Oder anders: Sie sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Lasst uns mal machen, wir versuchen immer, hohe Erträge mit geringem Aufwand zu erzeugen. Das ist ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Da bin ich gespannt, ob das Kind schon gleich mit dem Bade ausgeschüttet wird!

Wir haben eine angeschlagene Wirtschaft, und auch Landwirtschaft, wie sollen die Herkules- Aufgaben noch gestemmt werden, wenn der Insollvenzverwalter schon bei vielen Firmen mit in der Chefetage sitzt!

von Gerhard Steffek

Lobbyisten -

Wenn ich schon diese beiden Naturschutzlobbyisten sehe, dann weiß ich was dabei rauskommt. Nämlich nichts, nichts und nochmal nichts. Denn mit Ideologie kommt man in der Realität nicht weit. Dafür werden schon mal die anderen Umweltminister, besonders die der östlichen EU-Länder ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Bescheidenheit

Klimaschutz, Naturschutz wie auch die Zukunftsvisionen bedeuten Verzicht. Das höre ich aber selten, da es bewusst verschwiegen wird. Ständiges steigendes Wirtschaftswachstum und zunehmende Mobilität sind der Gegenspieler dieser Argumente der Umweltminister.

von Gerhard Steffek

Ständig steigend -

sind vor allem die Bevölkerungszahlen. Allein diese reichen doch schon aus um die Bemühungen der Umweltminister ad absurdum zu führen. 80 Mio. Menschen pro Jahr mehr auf dieser Welt brauchen Ressourcen, Wasser, Nahrung, Platz, erzeugen Abwasser und Abfälle. Sie brauchen Arbeit um sich ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Irrweg.

Auch der Green Deal und die anderen Visionen sind falsch und versündigen sich an der Menschheit, vor allem an den Ärmsten.

von Johann Schneider

Ein nicht Green Deal

Versündigt sich an unseren Kindern und Enkeln und vor allem an den Kindern der Armen

von Christian Bothe

Schulze und Co.

H.Weber(EU) sagte es in einem Interview mal, und ich sehe es auch so, erst muss die Wirtschaft wieder laufen und dann kann man sich den Green Deal und andere Visionen in der EU und der Welt wieder leisten bzw. darüber philosophieren. Alles andere ist Populismus und bringt die Wirtschaft ... mehr anzeigen

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