FAO-Nahrungsmittelpreisindex erneut gesunken

Die Weltmarktpreise für wichtige Grundnahrungsmittel sind im August weiter gesunken. Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) mitteilt, ging ihr monatlicher Nahrungsmittelpreisindex zum vierten Mal in Folge zurück und lag zuletzt bei 201,8 Punkten.

Die Weltmarktpreise für wichtige Grundnahrungsmittel sind im August weiter gesunken. Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) mitteilt, ging ihr monatlicher Nahrungsmittelpreisindex zum vierten Mal in Folge zurück und lag zuletzt bei 201,8 Punkten. Das waren 1,9 % weniger als im Juli und der niedrigste Stand seit Juni 2012.

Vor allem Getreide sowie Öle und Fette verbilligten sich erneut. Allein der FAO-Getreidepreisindex stürzte im Monatsvergleich um 7,2 % ab; gegenüber August 2012 bedeutet das annähernd eine Halbierung. Der Index für Öle und Fette wird für August mit 185,5 Punkten angegeben; das sind 3,0 % weniger als im Juli. Gleichzeitig stiegen die Preise für Milchprodukte, Fleisch und Zucker um 1,1 % bis 1,3 %, jedoch ohne dem Gesamtindex damit eine andere Richtung zu geben.

Mehr Mais

Die FAO macht für die Entwicklung der Getreidepreise die Erwartungen auf eine sehr gute Ernte und insbesondere eine deutliche Erholung der Maisbestände verantwortlich. Die Prognosen wurden gegenüber Juli noch einmal um 14 Mio. t oder 0,5 % nach oben angepasst, vor allem aufgrund verbesserter Zahlen für Mais in Argentinien, der EU und der Ukraine: Die Welt-Getreideproduktion soll 2013/14 jetzt 2 492 Mio t betragen. Im Jahresvergleich wäre das eine Erhöhung um 179 Mio t oder 7,7 % und damit ein neues Rekordaufkommen.

Dahinter steht eine Ausweitung der Weizenerzeugung um 7,6 % auf 710 Mio. t sowie eine Steigerung der Grobgetreideproduktion um 10,5 % auf 1 285 Mio. t. In den USA soll das Maisaufkommen nach dem Dürrejahr 2012 um volle 25 % auf 343 Mio. t zulegen. Die globale Reiserzeugung dürfte um 1,3 % auf 497 Mio. t klettern.

Höhere Bestände

Der weltweite Getreideverbrauch wird von der FAO für 2013/14 auf 2 413 Mio. t veranschlagt, 3,2 % mehr als im vergangenen Jahr. Der Großteil des Anstiegs ist auf eine höhere Futtermittelnachfrage zurückzuführen. Die unmittelbar der menschlichen Ernährung dienende Menge soll sich um lediglich 1,2 % auf 1 094 Mio. t erhöhen, was einem rechnerisch ungefähr konstanten Pro-Kopf-Konsum von 157 kg pro Jahr entsprechen würde.
Schließlich erwartet die FAO für das Ende des Wirtschaftsjahres Getreidebestände in Höhe von 569 Mio. t. Auch dieser Wert wurde im Zuge der verbesserten Maisprognose leicht nach oben angepasst; es wäre der höchste seit 2001/02.

Der Leiter der FAO-Abteilung für Handel und Märkte, David Hallam, sieht im Vergleich zum Vorjahr ein deutlich besseres Verhältnis zwischen Beständen und Verbrauch. Er verspricht sich davon eine größere Stabilität der Weltagrarmärkte. (AgE/ad)
 


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