Fläche hat sich weiter verteuert

Die Bauern in Deutschland haben im vergangenen Kalenderjahr beim Kauf landwirtschaftlich genutzter Flächen mehr Geld anlegen müssen als 2006.

Die Bauern in Deutschland haben im vergangenen Kalenderjahr beim Kauf landwirtschaftlich genutzter Flächen mehr Geld anlegen müssen als 2006. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Preis für Agrarland im früheren Bundesgebiet im gewogenen Durchschnitt mit 16 394 Euro/ha um 453 Euro/ha oder 2,8 % über dem Niveau des vorangegangenen Jahres. In den neuen Ländern erhöhten sich die Kaufwerte um 94 Euro/ha bzw. 2,3 % auf 4 134 Euro/ha. Für Deutschland insgesamt errechnet sich im gewogenen Mittel ein kräftigeres Plus von 3,3 % auf 9 205 Euro/ha, das aus der deutlicheren Zunahme des Umfangs veräußerter Flächen in West gegenüber Ost resultiert: In Westdeutschland, wo die Kaufwerte erheblich höher sind, legte die veräußerte Gesamtfläche an landwirtschaftlichem Grund im Jahresvergleich um 5 959 ha oder 15,0 % auf 45 755 ha zu, in den neuen Ländern um 7 385 ha und damit "nur" um 12,8 % auf 64 864 ha. Somit verringerte sich der Anteil der im Mittel deutlich günstigeren ostdeutschen Flächen an den bundesweiten Gesamtverkäufen von 59,1 % auf 58,6 %. Entgegen dem Bundestrend verbilligten sich im Jahresvergleich die Preise für Agrarland in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Sachsen-Anhalt, und zwar um etwa 3 % bis 5 %. Alle anderen Länder meldeten Aufschläge, die relativ betrachtet mit etwa 10 % in Schleswig-Holstein sowie fast 11 % und 18 % in Brandenburg und Thüringen besonders hoch ausfielen. Am teuersten waren landwirtschaftliche Böden wiederum in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 26 750 Euro/ha und Bayern mit 23 431 Euro/ha. Es folgten Baden-Württemberg mit 18 305 Euro je Hektar, Niedersachsen mit 13 582 Euro und Hessen mit 12 775 Euro. Am preiswertesten konnte Agrarland auch 2007 in Brandenburg erworben werden. Die Kosten dafür beliefen sich dort auf nur 3 024 Euro/ha im Landesmittel.

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