Agrarökonomen-Netzwerk

Folgen der Green-Deal-Reduktionsziele zu optimistisch dargestellt

Raps könnte aus dem Anbauprogramm der Landwirte nahezu verschwinden. Das ist nur eine der Folgen des Green Deal aus der Farm-to-Fork-Strategie. Agrarökonomen reden Klartext.

Die Auswirkungen der im Rahmen des Green Deal in der Farm-to-Fork-Strategie aufgestellten Reduktionsziele sind in der Studie der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der EU-Kommission teils zu optimistisch beschrieben. Zu diesem Ergebnis kommt das von Agrarökonomen gebildete Netzwerk „agri benchmark“ in einer aktuellen Untersuchung.

Konkret seien vor allem die Folgen einer Minderung des chemischen Pflanzenschutzes zu positiv eingeschätzt worden. So müsse ein Ertragsrückgang von 10 % bei einer Halbierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln, wie vom GFS erwartet, als „eher optimistische Annahme“ angesehen werden, erklärt „agri benchmark“.

Nach seiner Einschätzung könnte es zwar beispielsweise bei spät gesätem Winterweizen Situationen geben, in denen dies möglich sei. In anderen Kulturen dürften die Ertragsverluste jedoch deutlich höher ausfallen. Bei sehr empfindlichen Kulturen wie Raps könne das Reduktionsziel sogar dazu führen, dass diese Kultur aus dem Anbauprogramm der Landwirte weitgehend verschwinde.

Auch die Erträge weiterer wichtiger Kulturpflanzen, wie Kartoffeln und Zuckerrüben, hingen stark von der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln ab. Aber auch derzeit weniger verbreitete Nutzpflanzen wie Bohnen, Erbsen oder Sojabohnen, die laut dem Netzwerk für die angestrebte Ausweitung der Fruchtfolgen dringend benötigt werden, seien stark auf chemischen Pflanzenschutz angewiesen. Tatsächlich sei der bereits...


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