Forscher raten beim Wolfsschutz zu höheren Zäunen

Eine Studie lässt beim Schutz von Weidetieren vor dem Wolf Zweifel an der Wirksamkeit herkömmlicher Elektrozäune aufkommen. Die Beutegreifer hätten bei Testzäunen mit einer Höhe von 85 cm bis 105 cm und einer Stromspannung zwischen 2 400 V und 4 700 V das Hindernis in den meisten Fällen überwunden.

Eine Studie der Universität Aalborg lässt beim Schutz von Weidetieren vor dem Wolf Zweifel an der Wirksamkeit herkömmlicher Elektrozäune aufkommen. Im Rahmen der bereits vor zwei Jahren durchgeführten Untersuchung hätten die Beutegreifer bei Testzäunen mit einer Höhe von 85 cm bis 105 cm und einer Stromspannung zwischen 2 400 V und 4 700 V das Hindernis in den meisten Fällen überwunden.

Dabei seien die Zäune sowohl übersprungen als auch unterkrochen worden. Selbst der Kontakt mit dem Stromdraht habe die Tiere nicht aufgehalten. Die Forscher um Studienleiterin Camilla Jensen erklären dies mit dem dicken Pelz der Wölfe, der sie meist vor den unangenehmen Stromstößen schütze. Dies zeige sich auch daran, dass die Zaunquerung in den Wintermonaten und daher mit Winterfell noch häufiger gewesen sei als im Sommer.

Die Wissenschaftler gehen zudem davon aus, dass auch die vom dänischen Umweltministerium ausgegebene Empfehlung zur optimalen Zaunhöhe mit 110 cm keinen ausreichenden Schutz gewährt. Auf Grundlage ihrer Erfahrungen empfehlen sie Elektrozäune mit einer Höhe zwischen 115 cm und 145 cm

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