Forscher wollen Nebenwirkungen von GVO-Mais entdeckt haben

Französische Wissenschaftler der Universitäten Caen und Rouen haben vor möglichen Auswirkungen der GVO-Maislinien NK603, MON810 und MON863 von Monsanto gewarnt.

Französische Wissenschaftler der Universitäten Caen und Rouen haben vor möglichen Auswirkungen der GVO-Maislinien NK603, MON810 und MON863 von Monsanto gewarnt. "Unsere Analyse zeigt klar neue Nebenwirkungen dieser drei gentechnisch veränderten Organismen (GVO) im Zusammenhang mit dem Konsum von GV-Mais, die geschlechts- und häufig dosierungsabhängig sind", heißt es in einer Zusammenfassung von Forschungsergebnissen. Die Auswirkungen würden hauptsächlich mit Nieren und Leber in Verbindung gebracht, auch wenn sie zwischen den drei GVO unterschiedlich seien, so die Wissenschaftler zu ihren Ergebnissen, die sich auf Fütterungsversuche an Ratten stützen.

Umweltorganisationen halten nun eine neue Risikobewertung aller drei Maisvarianten für unumgänglich. "Es ist inakzeptabel, dass sich die EU-Wissenschaftler auf völlig unzureichende Monsanto-Studien stützen und dem Genmais grünes Licht geben", erklärte Greenpeace-Vertreterin Stefanie Hundsdorfer. Die Prüfrichtlinien der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) müssten dringend verschärft werden. Die französischen Wissenschaftler hätten auch erhebliche Mängel in der Konzeption und Durchführung der Monsanto-Studien aufgezeigt, weil statistische und internationale Standards bei Fütterungsversuchen nicht eingehalten worden seien.

Die Redaktion empfiehlt

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.