Frankreich durchleuchtet seine Land- und Ernährungswirtschaft

In Frankreich hat die Regierung eine Reihe von Runden Tischen zur Agrar- und Ernährungswirtschaft gestartet. Sie sollen auf mehr Gerechtigkeit in der Wertschöpfungskette und die Wiederherstellung des Vertrauens in Landwirtschaft abzielen. Erste Ergebnisse sollen im Herbst mit Präsident Emmanuel Macron beraten werden.

In Frankreich hat die Regierung eine Reihe von Runden Tischen zur Agrar- und Ernährungswirtschaft gestartet. Sie sollen auf mehr Gerechtigkeit in der Wertschöpfungskette und die Wiederherstellung des Vertrauens in Landwirtschaft abzielen. Erste Ergebnisse sollen im Herbst mit Präsident Emmanuel Macron beraten werden.

In Frankreich sind in der vergangenen Woche die Runden Tische zur Agrar- und Ernährungswirtschaft gestartet. Entgegen der ursprünglichen Planung nahm Staatspräsident Emmanuel Macron jedoch nicht an der Eröffnungsveranstaltung teil. Premierminister Edouard Philippe erklärte, der Staatspräsident werde sich im Oktober einschalten, wenn die Ergebnisse der ersten Arbeitsgruppe zur Wertschöpfung vorliegen sollten.

In seiner Eröffnungsrede rekapitulierte Philippe die Schwerpunkte der Runden Tische. Es gehe um mehr Gerechtigkeit in der Wertschöpfungskette und die Wiederherstellung des Vertrauens in Landwirtschaft und Lebensmittel. Frankreich fehle es nicht an den nötigen Strukturen; die Effizienz lasse jedoch zu wünschen übrig, stellte der Premierminister fest.

Agrarminister Stéphane Travert betonte die Herausforderungen, denen die Landwirtschaft im Land gegenüberstehe. Es bestehe ein enger Zusammenhang zwischen der Vitalität der Landwirtschaft und der Vitalität des ländlichen Raumes. Genauso wichtig sei die Vielfalt der Landwirtschaft und ihrer Produkte. Bei den Runden Tischen dürfe es nur Gewinner geben - den ländlichen Raum, die Landwirte, die Industrie, das Ansehen Frankreichs und natürlich den Verbraucher, so Travert.

Umweltminister Nicolas Hulot zeigte sich betont einig mit seinem Kollegen aus dem Agrarressort. Mit Blick auf den Klimawandel hob er die Rolle der Landwirte hervor, die sowohl Opfer als auch Teil der Lösung seien.

Der Dachverband der Landwirtschaftskammern (APCA) unterstrich zu Beginn der Runden Tische die Bedeutung einer gerechteren Verteilung innerhalb der Wertschöpfungskette. Kurzfristig sei es „unabdingbar“, die bestehenden Bedingungen einer Prüfung zu unterziehen, gleichwohl bleibe die Wertschöpfung oberste Priorität.

Die Runden Tische zur Agrar- und Ernährungswirtschaft beinhalten eine Reihe von Arbeitsgruppen, in denen die Themenkomplexe Ernährungstrends, Wertschöpfung, Verteilung und Nachhaltigkeit diskutiert werden sollen. Besetzt werden die Gremien mit Vertretern der vier beteiligten Ministerien - Landwirtschaft, Umwelt, Wirtschaft und Gesundheit - sowie mit Experten und Interessengruppen.

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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