Frankreich verabschiedet Gesetz zum Wegwerfstopp für Supermärkte

Am 3. Februar hat der französische Senat ein Gesetz beschlossen, das Supermärkten das Wegwerfen von Lebensmitteln erschwert. Es verpflichtet Supermärkte ab 400 Quadratmetern Größe, unverkaufte Waren billiger abzugeben sowie Abnahmeverträge mit gemeinnützigen Organisationen zu vereinbaren.

Am 3. Februar hat der französische Senat, nach Abstimmung der Nationalversammlung, ein Gesetz beschlossen, das Supermärkten das Wegwerfen von Lebensmitteln erschwert. Es verpflichtet Supermärkte ab 400 Quadratmetern Größe, unverkaufte Waren billiger abzugeben sowie Abnahmeverträge mit gemeinnützigen Organisationen für die dann verbliebenen, verzehrgeeigneten Lebensmittel zu vereinbaren.
 
Die Idee eines gesetzlichen Wegwerfstopps für den Handel schlug auch in Deutschland hohe Wellen, berichtet das Aktionsbündnis „Aktion Agrar“. Mehrere Organisationen starteten Appelle für ein ähnliches Gesetz. Die Kampagne Leere Tonne von Aktion Agrar, der BUNDjugend, dem foodsharing und der Slow Food Youth sammelte bereits über 40.000 Unterschriften und diskutierte am Welternährungstag sowie in der Vorweihnachtszeit mit Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen.
 
„Die Nachricht aus Frankreich beflügelt den Kampf gegen die Verschwendung von Lebensmitteln“, erklärte Jutta Sundermann von Aktion Agrar, „Das französische Vorbild hat im letzten Jahr Zehntausende Menschen motiviert, nach der Rolle des Handels beim Wegwerfen von Lebensmitteln zu fragen. Jetzt zeigt Frankreich, dass man dort nicht bereit ist, auf freiwillige Maßnahmen der Supermärkte zu warten. Weil das Gesetz für alle Märkte ab einer bestimmten Größe gilt, ist es nun für die Händler kein Wettbewerbs-Nachteil mehr.“