Freie Wähler fordern bessere Kontrolle des Untereinstandspreisverbots

Eine bessere Kontrolle der Einstandspreisregelung haben die Freien Wähler (FW) in Bayern angemahnt und einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag im Landtag eingebracht. „Wir wollen, dass das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung auch wirklich eingehalten wird“, betonte der FW-Agrarsprecher Dr. Leopold Herz in München.

Eine bessere Kontrolle der Einstandspreisregelung haben die Freien Wähler (FW) in Bayern angemahnt und einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag im Landtag eingebracht. „Wir wollen, dass das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung auch wirklich eingehalten wird“, betonte der FW-Agrarsprecher Dr. Leopold Herz in München.

Der Verkauf von Lebensmitteln unter dem Einstandspreis sei laut Gesetz verboten. „Da sich aber viele Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen nicht daran halten, müssen dringend umfassende Kontrollen stattfinden“, forderte Herz. Er beklagte, dass marktstarke Supermärkte die Preise für Fleisch oder Milch willkürlich senkten. So werde zum Beispiel derzeit in einem Discounter ein Liter Milch für 65 Cent angeboten. Gegen solche Dumpingpreise müsse etwas getan werden.

Vor allem für die kleinen Betriebe seien die Tiefpreise existenzbedrohend: „Je höher der Preisdruck ist, desto mehr leidet die Qualität der Produkte“, gab Herz zu bedenken. Wer qualitativ hochwertige Lebensmittel liefern wolle, müsse investieren. Dies sei aufgrund der niedrigen Preise für viele kleine Erzeuger allerdings nicht mehr möglich, kritisierte der FW-Agrarsprecher. Die Abwärtsspirale im Preiskampf müsse gestoppt werden, damit die mittelständischen Strukturen wieder gestärkt würden.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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