Freihandel: WTO-Chef drängt zur Eile

Die Zeit ist reif, um die multilateralen Freihandelsgespräche der Doha-Runde weiter voranzutreiben. Dieser Ansicht ist der Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), Roberto Azevêdo. Der Brasilianer appellierte nachdrücklich an die Delegierten, den Schwung des Bali-Gipfels vom Dezember 2013 zu nutzen.

Die Zeit ist reif, um die multilateralen Freihandelsgespräche der Doha-Runde weiter voranzutreiben. Dieser Ansicht ist der Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), Roberto Azevêdo.

Auf der Generalversammlung letzte Woche appellierte der Brasilianer nachdrücklich an die Delegierten, den Schwung des Bali-Gipfels vom Dezember 2013 zu nutzen. Damals war der erste echte Fortschritt in der Doha-Runde seit 2008 erreicht worden. Noch vor der Sommerpause sollen „sehr ernste Gespräche“ über die ausstehenden Punkte geführt werden, betonte Azevêdo. Wer im Bereich Landwirtschaft viel erwarte, der müsse bereit sein, auch über den Marktzugang für den übrigen Güterhandel und Dienstleistungen zu sprechen - und umgekehrt.

Azevêdo kündigte für die Monate Juni und Juli viel Betriebsamkeit an. Gleichzeitig betonte er, man müsse akzeptieren, dass die Doha-Runde nicht der ganz große Wurf sein werde, der weitere WTO-Runden überflüssig mache. Vielmehr handele es sich nur um einen Schritt im Rahmen des fortschreitenden Prozesses der Handelsliberalisierung. Speziell mit Blick auf den Agrarbereich erkennt Azevêdo „den allgemeinen Willen zur konstruktiven Arbeit“.

Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Stefan Kapferer, sicherte dem WTO-Generaldirektor bei einem Treffen in Berlin Unterstützung zu. Als deutsche Kernanliegen nannte er neben der Formalisierung des Bali-Abkommens einen erfolgreichen, ausgewogenen Abschluss der Doha-Runde.

Gemeinsam mit Azevêdo bekräftigte Kapferer die Funktion der WTO als zentralen Ordnungsrahmen für den Welthandel. „Unsere Arbeitsplätze in Deutschland sind zum großen Teil vom Außenhandel abhängig. Als führende Handelsnation unterstützt und stärkt Deutschland das multilaterale Handelssystem der WTO“, so der Staatssekretär. Deutschland stehe auch weiterhin insbesondere den Entwicklungsländern mit technischer und finanzieller Hilfe zur Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen für Handelserleichterungen zur Seite.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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