GAP: Bemerkenswerter Konsens zwischen Landwirten und Umweltverbänden in NRW

In Nordrhein-Westfalen (NRW) haben Landwirtschafts-, Bio- und Umweltverbände eine gemeinsame Position zur EU-Agrarreform ab 2020 geschmiedet. Es könnte eine Blaupause für eine Einigung auf Bundesebene sein. NRW-Agrarministerin Ursula Heinen-Esser will die Punkte in die Bund-Länder Verhandlungen einbringen.

In Nordrhein-Westfalen (NRW) haben Landwirtschafts-, Bio- und Umweltverbände eine gemeinsame Position zur EU-Agrarreform ab 2020 geschmiedet. Es könnte eine Blaupause für eine Einigung auf Bundesebene sein. NRW-Agrarministerin Ursula Heinen-Esser will die Punkte in die Bund-Länder Verhandlungen einbringen.

Ein recht detailliertes und auch über die üblichen Floskeln hinausgehendes Kompromisspapier haben die Landwirtschafts-, Bio- und Umweltverbände aus NRW zur Reform der Agrarzahlungen ab 2021 geschafft. Es wagt sich weg von der bisher vorherrschenden Polarisierung zwischen pauschalen Direktzahlungen und freiwilligen Umweltmaßnahmen. Erstmals konzentrieren sich die oft verschieden denkenden Verbände gemeinsam auf die Ausgestaltung einer mehr auf Ziele ausgerichteten Agrarförderung. Die Verbände schlagen damit eine erste Brücke zwischen den bisher sehr weit gestreuten Forderungen der verschiedenen Landwirtschafts- und Umweltgruppen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).

Heinen-Esser hat moderiert

Moderiert und angestoßen hatte den Prozess NRWs Agrarministerin Ursula Heinen-Esser (CDU), die die Verbände zu drei verschiedenen Dialoggesprächen in ihr Ministerium eingeladen hatte. Das gemeinsame Papier ist Ergebnis...

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Diskussionen zum Artikel

von Anke Möbius

Schon mal

ein guter Anfang; mal sehen was draus wird...

von Gerd Uken

Und w as sagen die ostdeutschen Länder dazu

Degression u. Kappung sollen laut AMK Fakultativ angewandt werden...... Das Ding ist noch nicht durch! Zumal ja auchveine Gesamtkürzung vorgesehen ist?!

von Jörg Meyer

Neu Denken!

Die heutige Agrarförderung ist mittlerweile über 20 Jahre alt mit einigen Reformen. Mich würde als aller Erstes interessieren, was man mit der Förderung erreichen will und ob man das Ziel in den vergangenen Jahrzehnte erreicht hat oder nicht! Wenn man die Ziele kennt, dann kann man ... mehr anzeigen

von Wilhelm Gebken

Wenn ein landwirtschaftsfremder Investor eine Fläche kauft, spekuliert er auf eine Rendite (Pacht) von ca. 2%

Nehmen wir an, die zu erzielende Pacht beträgt 500 €. Dann errechnet sich die Pacht aus dem potenziellen Ertragsüberschuß und der Flächenprämie. Die Flächenprämie beträgt ca. 300 €. Alleine die Existenz dieser Prämie führt zu einer Verteuerung des Kaufpreises um 15.000,00 ... mehr anzeigen

von Heinrich Albo

Ziel der Förderung sollte und muss es wieder sein

den Wettbewerbsnachteil den wir aufgrund hoher Auflagen und geringer Betriebsgrößen haben auszugleichen ! Das Ziel wird heute schon verfehlt. 1.Weil nach neuesten Berechnungen die schon bestehenden Auflagen min. 50 €/ha mehr Kosten als durch die Prämien ausgeglichen wird. 2.Weil ... mehr anzeigen

von Manuela Grammann-Gebken

Den

ganzen Schwachsinn sofort einstellen. Wir Landwirte werden immer die Verlierer sein.

von Thorsten Schäfer

Klare Punkte sind nicht benannt.

Und "die ersten Hektare" in einer Zeit, wo sich Jungbauern in größerem Maß zusammenschließen, um überhaupt noch wirtschaften zu können als zusammengeschlossene Familienbetriebe? Sollen diese gemeinschaftlichen Familienbetriebe, die eine Zukunft in der Gemeinsamkeit sehen, schlechter ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Offesive Nachhaltigkeit oder offensive Geschwätzigkeit ?

Ich kann damit noch nicht viel anfangen. Miteinander geredet haben schon viele, das ist auch gut so. Die täglichen Hetzkampagnen sind dagegen immer dreister und verletzender geworden. Damit ist jetzt Schluss ?

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