EUROPA/ GAP-Reform/IEEP

GAP-Reform 2020 eröffnet Landwirten Chancen, zu Umweltmanagern zu werden

Landwirte mit starkem Budget im Förderzeitraum 2021-2027 ausgestattet und auf die Bedürfnisse des aktiven Landwirts zugeschnittene Öko-Systeme der neuen grünen GAP-Architektur sind geeignet, die gestiegenen Erwartungen an Umwelt- und Klimamanagement zu bewältigen, glauben IEEP-Wissenschaftler.

Der Landwirtschaft kommt eine Schlüsselrolle zu bei der Umsetzung von Umweltmaßnahmen für eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik in Europa bis 2030. Diese Position vertritt das Europäische Umweltinstitut (IEEP) in einer in Brüssel veröffentlichten Analyse.

Das ehemals in Bonn gegründete und inzwischen in Brüssel angesiedelte Institut für Europäische Umweltpolitik (IEEP) sieht die von EU-Agrarkommissar Phil Hogan vorgeschlagene Einführung eines neuen Ökosystems (Eco-Schemes) im Rahmen der GAP2020-Reform als bedeutende Neuerung und Chance, das „Greening“ im neuen Jahrzehnt erfolgreich abzulösen.

„Die Vorschläge zur Einführung eines neuen Ökosystems, das die Mitgliedstaaten in der 1. Säule obligatorisch umsetzen müssen, aber für die Landwirte freiwillig gestaltet werden soll, ist eine bedeutende Erneuerung der grünen GAP-Architektur“, lautet der IEEP-Befund.

Wenn die Umweltmaßnahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik gut auf die Umwelt-und Klimabedürfnisse in den einzelnen EU-Staaten zugeschnitten würden, könnten die „Eco Schemes“ für die Landwirte, die sich zu nachhaltigeren landwirtschaftlichen Produktionsweisen entscheiden, zu einem wichtigen Instrument werden.

Starkes Budget für Erfolg von Umweltmaßnahmen entscheidend

Den Landwirten werde mit dem Gezeitenwechsel einer grüneren GAP-Architektur die Chance eröffnet, zu Umweltmanagern zu werden. Dabei komme es darauf an, dass eine Verzahnung zwischen den vorgeschlagenen Öko-Systemen in der 1. Säule und den Landwirtschaftlichen Beratungsdiensten (Farm Advisory Systems, FAS) gewährleistet werde.

Der Erfolg der Umsetzung der neuen Öko-Systeme sei davon abhängig inwieweit es gelinge, die „Eco-Schemes“ in Einklang zu bringen mit den anderen relevanten umwelt- und klimabezogenen Interventionen in der zweiten Säule zugunsten der Ländlichen Räume.

Ferner komme es darauf an, dass das neue Öko-System maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der klimatisch unterschiedlichen Regionen in der EU zugeschnitten werde und die Belange der Landwirte Berücksichtigung finden. Unabdingbar für den Erfolg der neuen „Eco-Schemes“ und der Umsetzung des neuen Bereitstellungsmodells sei ein starkes Budget für die Agrarumweltmaßnahmen im EU-Haushalt 2021-2027.


Diskussionen zum Artikel

von Wilhelm Grimm

Manager, das hat doch was !!!!!

Unserer "Umweltelite" fällt immer eine neue Sau ein, um in räuberischer Absicht an die Brüsseler Fleischtöpfe zu kommen.

von Jörg Meyer

Umweltleistungen zu Marktpreisen ausschreiben

dabei sollten sich die Umweltbehörden bestätigen lassen, dass niemand unter Tarif arbeitet und der Unternehmer sich an alle Arbeitsschutz- und Arbeitsentlohnungsregeln hält! Auch die Selbstausbeutung muss ausgeschlossen werden! Natürlich dürfen auch Zuschläge etc. nicht vergessen ... mehr anzeigen

von Renke Renken

Wohlstand ohne Ende

führt alles Ad Adsurdum, die Dumpfnüsse von Politikern ohne einen Hauch von Ahnung gepaart mit der Gier aller und dem Wohlstandsanspruch, der aus Auto ,Urlaub und Digitalisierung (Smartphone, Fernsehen, Computer etc.) verhindert den Blick für´Wesentliche, 15 Jahre unter Europa´s ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

mit

100-150 Euro Umweltprämie lässt sich gerade mal der Traktor tanken. Für die Beratung werden womöglich noch Gebühren erhoben. Ohne Flächenprämie schrumpft die Anzahl der Landwirte nochmals gewaltig.

von Karlheinz Gruber

Umweltmanager

ein anderes Wort für Landschaftsgärtner. Oder Leibeigener auf der eigenen Scholle. Am Morgen kommt das Fax was zu erledigen ist. Am Abend schickt man die Arbeitsbestätigung wieder zurück. Das wäre eher die Landwirtschaft 21-27. Ansonsten hat man kein Geld erwirtschaftet. Die ... mehr anzeigen

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