Gemüse-Nachfrage bricht drastisch ein

Wie drastisch die Nachfrage nach Gemüse in Deutschland durch die EHEC-Krise eingebrochen ist, zeigt eine aktuelle AMI-Analyse. Danach verloren Salatgurken schon in der ersten „EHEC-Woche“ Mitte Mai gegenüber der Vorwoche knapp 40 Prozent aller Käufer. Ab Donnerstag (26.05.2011) brach der Gurkenmarkt dann völlig zusammen.

Wie drastisch die Nachfrage nach Gemüse in Deutschland durch die EHEC-Krise eingebrochen ist, zeigt eine aktuelle AMI-Analyse. Danach verloren Salatgurken schon in der ersten „EHEC-Woche“ Mitte Mai gegenüber der Vorwoche knapp 40 Prozent aller Käufer. Ab Donnerstag (26.05.2011) brach der Gurkenmarkt dann völlig zusammen. In Woche 22 war die Käuferschaft gegenüber Woche 20 schon um über 70 Prozent geschrumpft. Bei Salaten waren in Woche 22 schon 60 Prozent der Käufer  abgewandert.  Bei Rispentomaten betrug der Rückgang zwischen Woche 20 und Woche 22 immerhin noch fast 50 Prozent. Von der rückläufigen Zahl der kaufenden Haushalte kann man recht gut auf den Rückgang der eingekauften Mengen schließen, denn die durchschnittliche Menge je Käuferhaushalt schwankt nur in sehr engen Grenzen.
Aber auch Arten, die nicht ausdrücklich in den Warnungen genannt wurden, wurden in deutlich geringerer Menge verkauft. Bei Radieschen ging die Zahl der Käuferhaushalte um ein Drittel zurück. Bei Möhren und Broccoli liegt der Anteil der Käuferhaushalte in den letzten beiden Wochen  am unteren Rand der normal üblichen Werte. Bemerkenswert ist auch die Entwicklung bei Erdbeeren, die ausgehend von einem Spitzenwert in Woche 20 bis Woche 22 ein Drittel der Käufer verloren.
Produzenten im In- und Ausland müssen einen erheblichen Teil ihrer Ernten vernichten, da es für ihre Produkte keine Käufer gibt. Obwohl deutsche Gemüseerzeuger schon frühzeitig durch eine Vielzahl von Analysen nachweisen konnten, dass ihre Ware frei von EHEC Erregern ist, konnten sie den Umsatzeinbruch nicht verhindern.