Gentechnikgegner erwarten massive Lobbyarbeit der Konzerne

Die Lobbyisten der Gentechnikindustrie wappnen sich angeblich für eine großangelegte Kampagne zur Durchsetzung ihrer Interessen in der EU. Der Einfluss auf die Politik soll dabei erhöht werden. Das wollen zumindest die „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ erfahren haben.

Die Lobbyisten der Gentechnikindustrie wappnen sich angeblich für eine großangelegte Kampagne zur Durchsetzung ihrer Interessen in der EU. Der Einfluss auf die Politik soll dabei erhöht werden. Das wollen zumindest die „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ erfahren haben. Ein erster Erfolg sei die Importzulassung eines neuen gentechnisch veränderten Mais von Monsanto.
 
In einer konzertierten Aktion solle der EU klar gemacht werden, dass die Kritik an der Gen-Technik von Ahnungslosen vorgetragen wird. Dies würden wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen. Die Technik-Befürworter hätten daher Briefe an EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, Parlamentspräsident Martin Schulz und Ratspräsident Herman Van Rompuy geschrieben und sich über die Verschärfung der Vorschriften beschwert. Sie werfen den EU-Politikern vor, Entscheidungen bewusst zu verschleppen, obwohl die Lebensmittelbehörde EFSA diese als unbedenklich eingestuft habe.
 
Die Lobbyisten, zu denen die deutsche Fördergemeinschaft InnoPlanta und der britische Bauernverband zählen sollen, rufen die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten auf, „eine breitere, ganzheitlichere und langfristigere Sichtweise der Agrarproduktion“ anzunehmen und die Gentechnikvorschriften entsprechend anzupassen, berichtet die Zeitung weiter.
 
Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten sehen Monsanto aktiver denn je und sprechen von einer „Unterwanderung der Zulassungs-Behörden“. Die Konzerne hätten still und heimlich bei der EFSA in der Aufsicht die Mehrheit übernommen, werden Gentechnikgegner zitiert.
 
Als Grund für die Aktivitäten sehen Nichtregierungsorganisationen das neue Freihandels-Abkommen der EU mit Kanada, das etwa für Monsanto deutliche Vorteile bringen würde. (ad)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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