Geringere Klimabelastung durch australische Rinder

Die australische Produktion von Fleisch und Milch belastet das Klima weniger stark als bisher angenommen. Wie die halbstaatliche Wissenschaftseinrichtung Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) mitteilte, entspricht die jährliche Methangasemission der Rinder etwa 12,6 Mio t CO2-Äquivalent;

Die australische Produktion von Fleisch und Milch belastet das Klima weniger stark als bisher angenommen. Wie die halbstaatliche Wissenschaftseinrichtung Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) mitteilte, entspricht die jährliche Methangasemission der Rinder laut neuesten Forschungsergebnissen etwa 12,6 Mio t CO2-Äquivalent; das sind 24 % weniger als bisher unterstellt worden waren.

Der auf rund 15 % veranschlagte Beitrag der Landwirtschaft zu den freigesetzten Treibhausgassen in Australien müsse nun nach unten korrigiert werden, betonte der CSIRO-Agrarwissenschaftler Dr. Ed Charmley. Durch internationale Vergleichswerte habe schon länger der Verdacht bestanden, dass der Klimagasausstoß der australischen Rinder und Schafe überschätzt worden sei. Das habe sich nun durch die jüngsten wissenschaftlichen Ergebnisse bestätigt, erläuterte der Experte.

Diese beruhen zum einen auf der Auswertung von Forschungsvorhaben, die in den vergangenen acht Jahren im Rahmen des Programms vom Meat and Livestock Australia (MLA) zur Verringerung des Methanausstoßes durchgeführt wurden. Zum anderen wurden die Emissionswerte von rund 1 000 Kühen verschiedenster Rassen in modernen Klimakammern exakt ermittelt. Die geringere Freisetzung von Methangas insgesamt ergibt sich auch dadurch, dass im Unterschied zu früheren Kalkulationen Milchkühe mit intensiver Zufütterung und einem höheren Ausstoß je Tier weniger stark gewichtet wurden als die Fleischkühe von der Weide, die in weiten Teilen Australiens die übliche Haltungsform sind.

Der für technischen Fortschritt zuständige MLA-Experte Matthew Mc Donagh wies darauf hin, dass die australische Fleischbranche schon lange an einer Reduzierung der Methangasemissionen gearbeitet habe. Dadurch sei es gelungen, den Ausstoß je Kilogramm erzeugtem Fleisch in den vergangenen 30 Jahren um 14 % zu senken.


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