Grundbesitzerverband

Gleichwertige Lebensverhältnisse müssen das Ziel sein

Max von Elverfeldt vom Verband Familienbetriebe Land und Forst fordert endlich Lösungen statt Absichtserklärungen, damit der ländliche Raum nicht weiter benachteiligt wird.

„Der ländliche Raum benötigt keine weiteren Programmsätze und Absichtserklärungen, sondern entschiedenes Handeln, um die Landflucht zu stoppen und der Heimat eine Perspektive zu geben. Unverzichtbar ist dabei, die Herstellung von analoger und digitaler Infrastruktur für Unternehmen. Und zwar jetzt“, so der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, Max von Elverfeldt, beim Tag des Eigentums in Berlin.

Am 6. November haben 100 geladene Gäste darüber debattiert, was Heimat bedeutet und welche politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um Städte mit dem Umland zu vernetzten und ländliche Räume als wertvolle Lebens- und Arbeitsorte zu gestalten.

Stephan Mayer (CSU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesheimatministerium, erläuterte die Vorstellungen der Bundesregierung. An der Podiumsdiskussion nahmen die Bundestagsabgeordneten Markus Tressel (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) und Dr. Dietlind Tiemand (CDU/CSU) teil. Ergänzt wurde die Runde durch Prof. Dr. Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle und Manuel Slupina vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung.

„Ich freue mich sehr, dass das Thema „Heimat schaffen“ ein so großes Publikum gefunden hat. Eines ist im Rahmen der Diskussionen mehr als deutlich geworden: Familienbetriebe sind das emotionale und wirtschaftliche Rückgrat auf dem Land. Deshalb müssen wir Eigentümer und Unternehmer vor Ort stärken, so dass der ländliche Raum aus diesen Kraftzentren heraus wieder florieren kann“, betont Elverfeldt. „Es liegt in unser aller Interesse, die wachsende Kluft zwischen Stadt und Land, aber auch zwischen einzelnen Regionen Deutschlands zu schließen. Ich hoffe daher sehr, dass sich Bund und Länder zügig auf die notwendigen Maßnahmen für den ländlichen Raum einigen können.“

Das Kabinett hatte die Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ von Bund, Ländern und Kommunen im Juli 2018 eingesetzt. Mitte Juli 2019 hatte nur die Bundesseite ihre Ergebnisse präsentiert. Die Bundesregierung hatte angekündigt, im Herbst mit den Ländern und Kommunen über konkrete Maßnahmen basierend auf den Handlungsempfehlungen des Bundes zu sprechen.

Christian Schmidt, MdB und Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft a.D., Stephan Mayer, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Inneren, für Bau und Heimat und Max von Elverfeldt, Vorstand Familienbetriebe Land und Forst beim Tag des Eigentums in Berlin. (Bildquelle: Elfi Greb)

Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst, bedankt sich bei Stephan Mayer, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Inneren, für Bau und Heimat, für seine Keynote im Rahmen des Tags des Eigentums. (Bildquelle: Elfi Greb)

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Bernhard ter Veen

Forderungen

die auf "taube Ohren" mit NICHTS dazwischen als "Vakuum" treffen. Wenn man sich die Schlipstragenden Anzugständer da anschaut möchte man fast sagen, dass deren Gehaltsabrechenung schon allein die Probleme der Landwirte lösen können... Und dann von gleichwertigen Lebensverhältnissen schnacken... Kommt erstmal runter von dem hohen Ross und lernt wieder wie es ist mit dem AUSZUKOMMEN was der Grossteil der Allgemeinbevölkerung zum Leben zur verfügung hat. Dann kann man auf Augenhöhe diskutieren...

von Hans Spießl

Deshalb müssen wir.......

immer die gleichen Sätze........ Die Ziele sind doch andere. wir hatten ja früher alles (Schlachthöfe, Molkereien,......) aber es musste ja alles weg einmal wegen der EU dann wegen technischer dann umwelt........ und jetzt sollte alles Neu aber nur in Bio das wird nicht gehen weil wir uns es einfach nicht leisten können. dazu siehe doch nur Deutschland Neue Länder - Bio Konzerne mit tausenden ha hochsubventioniert wegen der Umwelt es muß sein (es geht aber dabei nur um die finanzielle Versorgung weniger Reicher oder Verbrecher wie Hofreiter und Leuten wie Frau Sarah Wiener) Und die Leute in den Dörfern können sich kaum konventionelle Lebensmittel leisten und wehe da schlachtet einer selber und verkauft davon....... aber zB Bio Produkte, extreme wie Zuckerrüben die werden hunderte, tausende km gekarrt mit LKW wie krank ist das nur...... so arm wie diese Bio/Umwelt Nazi das Volk noch machen werden so arm sind nicht einmal die wenig entwickelten Völker der Welt.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen